Der SV Wörnitzstein-Berg hat am 29. Spieltag der Bezirksliga Schwaben Nord den bereits feststehenden Meister TSV Gersthofen empfangen. Trotz einer spielerisch überzeugenden Leistung und einer leidenschaftlichen Aufholjagd in der Schlussphase mussten sich die Hausherren mit 1:2 geschlagen geben. Damit riss die beeindruckende Serie der Wörnitzsteiner von sieben ungeschlagenen Spielen in Folge.
Wörnitzstein wirkte von Beginn an wacher und ballsicherer. Den ersten Schreckmoment gab es jedoch kurioserweise im eigenen Strafraum: Florian Moll wollte klären, traf den Ball jedoch so unglücklich, dass dieser gegen den eigenen Innenpfosten klatschte – Torhüter Belmin Bojic wäre hier machtlos gewesen.
Fußball-Bezirksliga: SVW lässt zunächst einige Chancen gegen Gersthofen liegen
Beflügelt vom Glück des Tüchtigen übernahm die Heimelf das Kommando. Nach einer präzisen Seitenverlagerung von Bschor vergab Omerbegovic die erste dicke Gelegenheit. Auch Morasch und Zausinger kamen zu aussichtsreichen Abschlüssen, ließen jedoch die nötige Präzision vermissen.
Wie ein echter Champion agierte indes der TSV Gersthofen: Mit der ersten echten Chance gingen die Gäste eiskalt in Führung. Aivin Emini zirkelte einen Freistoß aus zentraler Position gekonnt ins untere Eck (28.). Zausinger verpasste kurz vor dem Pausenpfiff den verdienten Ausgleich, als er nach einer hohen Balleroberung knapp verzog.
Karmann gibt umstrittenen Elfmeter für Gersthofen
Wörnitzstein drückte nach der Pause weiter, Gersthofen verwaltete. Florian Moll tankte sich über rechts durch, doch seine scharfe Hereingabe wurde in letzter Sekunde geklärt. Mitten in diese Drangphase hinein folgte der nächste Nackenschlag für die Panknin-Elf. Schiedsrichterin Karmann entschied auf einen – aus Sicht der Gastgeber – äußerst fragwürdigen Strafstoß. Fabian Bühler zeigte keine Nerven und erhöhte auf 2:0 für den Meister.
Wörnitzstein aber gab sich keineswegs auf. Besonders der eingewechselte Marks belebte das Offensivspiel merklich. Zunächst scheiterte er nach einer starken Einzelaktion am Gästekeeper, doch wenig später machte er es besser: Nach einem mustergültigen Zuspiel von Morasch traf Marks aus 16 Metern zum 1:2-Anschluss.
Aufholjagd der Wörnitzsteiner in hitziger Schlussphase
In der Schlussphase wurde es hitzig. Gersthofen musste nach einem Platzverweis die letzten Minuten in Unterzahl überstehen und verteidigte „mit Mann und Maus“. Wörnitzstein warf alles nach vorne, Marks suchte mit seinen Flanken immer wieder Abnehmer im Zentrum, doch das erlösende 2:2 wollte nicht mehr fallen. Zuschauer: 120. (svw)
SV Wörnitzstein-Berg: B. Bojic; D. Habersatter (11. T. Erckmann), P. Dietrich, B. Hoser (60. M. Färber), M. Bschor, T. Zausinger, A. Omerbegovic, N. Bauer, G. Morasch, J. Kopp, F. Moll (60. D. Marks)
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