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Handball
14.01.2022

„Ich traue der deutschen Mannschaft zu, weit zu kommen“

Max Neuhaus

Heute startet die Deutsche Nationalmannschaft in die EM. Der Donauwörther Profi Max Neuhaus blickt gespannt auf das Turnier.

Während die Deutsche Nationalmannschaft heute Abend gegen Belarus in die Handball-Europameisterschaft startet (18 Uhr/ARD), hat der Donauwörther Handballer Max Neuhaus schon seit Anfang der Woche die Vorbereitung auf die Rückrunde mit den Eulen Ludwigshafen begonnen.

Mit dem Bundesliga-Absteiger kämpft Neuhaus derzeit um die Spitzenplätze der Zweiten Liga. Wie viele Sportbegeisterte sitzt er am Freitag zum Turnierauftakt auch vor dem Fernseher. Dort drückt der ehemalige Juniorennationalspieler dem deutschen Team, in dem auch alte Weggefährten des Rückraumspielers vertreten sind, die Daumen.

Genug Potenzial sei vorhanden, glaubt Neuhaus. Er sagt: „Ich bin mal gespannt, weil es doch ein relativ neu zusammengewürfeltes, junges Team ist. Aber ich traue der Mannschaft zu, weit zu kommen. Auch wenn ich denke, dass Mannschaften wie Dänemark oder Schweden schon noch einen Tick besser sind.“ Er freue sich auf die Übertragungen, auch weil er den ein oder anderen Akteur aus der Mannschaft kenne. Mit Till Klimpke, Sebastian Heymann und Luca Witzke hat Neuhaus bereits zusammengespielt. „Gegen andere habe ich auch im letzten Jahr schon in der Bundesliga gespielt. Daher kennt man sich ja auch schon ein bisschen. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, die Spiele zu sehen.“

In Ludwigshafen sei derzeit „noch alles halbwegs im grünen Bereich“, sagt Neuhaus. Bereits vor dem Saisonstart hatte er vor einer „schweren Liga“ gewarnt, was sich bereits in den ersten Spielen auch bewahrheitete. „Wir hätten uns den Anfang schon anders vorgestellt. Der Start lief gar nicht nach Plan, als wir drei der ersten vier Partien verloren haben“, erklärt Neuhaus. Da habe das Team schon gemerkt, dass man mittlerweile nicht mehr der kleine Außenseiter, sondern der Favorit sei. Neuhaus betont: „Das ist schon eine Umstellung zum vergangenen Jahr. Die anderen Mannschaften wollen einen unbedingt schlagen und es ging da schon sehr emotional zur Sache.“ Mittlerweile haben sich die Eulen etwas gefangen, aktuell steht das Team auf Rang acht. Vor allem in der heimischen Halle zeigten die Pfälzer gute Leistungen, bis auf das erste Heimspiel ging kein Duell verloren. Ludwigshafen ist allerdings nicht der einzige Bundesliga-Absteiger, der Punkte liegen ließ. Neuhaus sagt: „Auch Nordhorn, Coburg und Essen tun sich schwer und haben schon einige Punkte liegen gelassen. Deshalb ist für uns noch alles drin.“

Die Corona-Pandemie funkte Ludwigshafen dann auch noch dazwischen. Zwei Partien in der Hinrunde mussten wegen Infektionen in der Mannschaft verlegt werden. Neuhaus erzählt: „Wir hatten zwei Fälle. Es konnte aber schnell weitergehen, weil bis auf einen Genesenen alle geimpft sind. Daher hoffe ich, dass wir vor größeren Ausbrüchen, wie es sie in anderen Mannschaften gegeben hat, auch gut geschützt sind.“ Nach einigen Rückschlägen durch Verletzungen sei er dennoch zufrieden, betont der „Traktor“, wie er von den Eulen-Anhängern seit einiger Zeit wegen seiner intensiven Spielweise genannt wird. „Ich habe viele Chancen und auch gut Spielzeit bekommen. Es wäre schön, wenn ich eine Zeit lang fit bleibe und nicht von Verletzungen zurückgeworfen werde. Das war zuletzt schon ein Problem, da musste ich viel nachholen“, schildert der 22-Jährige.

Allerdings gibt es auch Fortschritte bei seinen persönlichen Zielsetzungen. So habe er nun deutlich mehr im defensiven Bereich gespielt und mehr Verantwortung übernehmen dürfen, freut sich Neuhaus. Für das Team wünsche er sich „eine gute Rückserie“, damit man die oberen Plätze angreifen könne. In der Zweiten Liga geht für Ludwigshafen am 6. Februar gegen den TSV Bayer Dormagen weiter.

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