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Stadtrat Harburg geht nächsten Schritt bei Tiny-Haus-Siedlung in Hoppingen

Harburg

Eine Siedlung nur aus Tiny-Häusern in Hoppingen

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    Die Pläne für eine Tiny-Haus-Siedlung auf dem Grundstück nahe dem Bahnhalt in Hoppingen nehmen Gestalt an.
    Die Pläne für eine Tiny-Haus-Siedlung auf dem Grundstück nahe dem Bahnhalt in Hoppingen nehmen Gestalt an. Foto: Wolfgang Widemann

    Minimalismus und Nachhaltigkeit: Eine Siedlung mit Tiny-Häusern, also Häuschen, in denen man auf wenigen Quadratmetern wohnt, soll in Hoppingen entstehen. Nach Vorbehalten im Harburger Stadtrat und im Dorf fand Anfang April eine Informationsveranstaltung in dem Ortsteil statt, um mit Bürgern und Bürgerinnen in den Austausch zu treten und die Pläne möglicherweise anzupassen. Nun geht der Stadtrat Harburg den nächsten Schritt in dem Bauprojekt.

    Bürgerversammlung in Hoppingen bringt Anregungen für Bauprojekt Tiny-Häuser

    Wie berichtet, will Unternehmer Victor Lebedew in Hoppingen im Rahmen eines „Green Living“ (“Grünes Leben“) 24 Tiny-Häuser auf der Fläche zwischen Bahnhaltestelle und dem momentanen Ortsrand errichten. Bevor der Stadtrat weiter über die Hoppinger Tiny-Haus-Siedlung entscheidet, fand im örtlichen Schützenheim eine Informationsveranstaltung statt, um das Projekt vorzustellen.

    Die Veranstaltung organisierten Georg Schmid, Berater der Firma Lebedew, und der Hoppinger Stadtrat Walter Beck. „Wir wollten das Projekt vorstellen, damit die Leute Bescheid wissen und dass man sie mitnimmt“, erklärte Beck auf Anfrage unserer Redaktion. Die Idee eines eigenen Spielplatzes in der Siedlung lehnten die Hoppinger beispielsweise ab. „Das wäre ein Schmarrn mit der Dorferneuerung“, so Beck, „wir wollen, dass die Leute zu uns in den Ort kommen.“ Der Dorfgemeinschaft sei es wichtig, die Siedlung gut integrieren zu können. Rund 80 Menschen nahmen an der Versammlung teil, berichtete Bürgermeister Christoph Schmidt nun im Stadtrat. Der Dialog mit den Anwohnenden sei positiv verlaufen, sagte auch der Bürgermeister: „Es wurde alles sehr ausführlich betrachtet.“ Sowohl die Wünsche und Anregungen der Hoppinger als auch des Stadtrats würden für die Umsetzung berücksichtigt.

    Stadtrat Harburg: Anregungen der Hoppinger für Baugebiet sind vertraglich festgehalten

    Zentrales Gesprächsthema war im Stadtrat die Art der Häuschen. Werner Beck erkundigte sich bei der Verwaltung, ob es sich wirklich um feste Tiny-Häuser oder doch fahrbare Mobilheime handeln werde. Der Investor hätte zeitweise die Idee verfolgt, die Häuser mit Rädern auszurüsten. Das habe auf der Versammlung in Hoppingen für Enttäuschung gesorgt: „Das wollen wir nicht.“ Zu groß wäre die Gefahr, dass die Häuschen denselben Charakter wie die am Wemdinger Waldsee hätten: „Das sind dann nur Wochenendhäuser.“

    Bürgermeister Christoph Schmidt konnte dieser Sorge entgegenwirken: Der Zusatz „ortsfest“ sei im Bauvertrag vermerkt: „Die Siedlung soll ein reines Wohn- und kein Wochenendgebiet werden.“ Der Vermerk „ortsfeste Parzellen“ sorge dafür, dass in der Siedlung dauerhaftes Wohnen gewährleistet werde. Der Rathauschef: „Im Prinzip ist das ein tolles Projekt, aber dann muss es eine hochwertige, vernünftige Siedlung sein, die sich einfügt.“

    Der bisherige Entwurf für die Siedlung werde so aber nicht umgesetzt, sondern noch an die neuen Bedingungen angepasst. Der Stadtrat nahm den Beschluss, einen vorhabensbezogenen Bauplan für eine Tiny-Haus-Siedlung in Hoppingen aufzustellen, einstimmig an. „Das ist der Startschuss für das Projekt“, schloss der Bürgermeister.

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