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Wirtshaus zum Kratzhof bei Harburg möchte Ferienwohnungen anstelle eines Schweinestalls bauen

Harburg

Schweinestall wird zur Herberge: Wirtshaus bei Harburg möchte Betrieb erweitern

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    Ein alter Schweinestall auf dem Kratzhof in Harburg soll abgerissen werden. An dessen Stelle möchten die Eigentümer einen Beherbergungsbetrieb errichten.
    Ein alter Schweinestall auf dem Kratzhof in Harburg soll abgerissen werden. An dessen Stelle möchten die Eigentümer einen Beherbergungsbetrieb errichten. Foto: Imke Rauhut

    Der alte Schweinestall auf dem Kratzhof bei Harburg steht seit 16 Jahren leer. Seit Langem möchten die Eigentümer den Bereich anders nutzen. Der ursprüngliche Plan, an dem Anwesen einen Campingplatz zu eröffnen, fiel aufgrund des Widerstands der Anwohner ins Wasser. Jetzt liegt dem Bau- und Verkehrsausschuss des Stadtrats in Harburg erneut ein Bauantrag für ein touristisches Projekt auf dem Hof vor: Anstelle des Stalls soll ein Beherbergungsbetrieb entstehen.

    „Wir versuchen rechtlich alle Auflagen zu erfüllen“, sagt Karlheinz Kilian gegenüber unserer Redaktion. Seit Generationen führt die Familie den Betrieb. Er wisse, dass der Abriss des Stalls und der Neubau einer Herberge ein heikles Thema in der Nachbarschaft seien: „Wir wollen keine Streitigkeiten heraufbeschwören.“ Mit der Eröffnung der Gaststätte hatte der Hof den Tierbetrieb aufgegeben. Seitdem steht der ehemalige Schweinestall leer. Die Herberge sei deshalb eine wirtschaftliche Lösung. „Für uns ist das ein weiteres Standbein des Betriebs“, erklärt Kilian: „Das passt in unsere Betriebsentwicklung.“

    Alter Schweinestall auf dem Kratzhof bei Harburg soll abgerissen werden

    Bevor mit dem Bau der Herberge begonnen werden kann, muss zunächst jedoch der alte Stall abgerissen werden. Dieser befindet sich gegenüber der Wirtschaft und ist an der südlichen Seite an anderen Gebäuden angebaut. Nach einer gründlichen technischen Prüfung stehe dem Abriss nichts entgegen, wie die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig beschlossen.

    Die Herberge soll kleiner als der Schweinestall werden und frei stehen. Für das Erdgeschoss sind vier Ferienwohnungen mit Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad und Terrasse geplant. Im Dachgeschoss soll es acht Fremdenzimmer mit eigenen Bädern geben. Insgesamt sollen bis zu 24 Personen untergebracht werden können. Die Pläne beinhalten auch Räume für Technik, Wäsche und weiteres, sowie Toiletten für das Personal. Die erforderlichen 37 Kfz-Stellplätze für die Gaststätte und den Beherbergungsbetrieb sind ebenfalls gewährleistet. „Aus technischer Sicht ist dem Bauantrag zuzustimmen“, folgerte Bürgermeister Christoph Schmidt im Ausschuss.

    Herberge soll als Absicherung für die Zukunft dienen

    Die einzige Kritik kam von Ratsmitglied Bernd Schreitmüller. Er habe Bedenken aufgrund der landwirtschaftlichen Betriebe in der Nachbarschaft und der Emissionen, welche die Herberge verursachen könnte. Entsprechende Untersuchungen seien schon durchgeführt worden, erklärt Karlheinz Kilian. Die Herberge solle auch als Absicherung für die Zukunft dienen: „Ich glaube nicht, dass man in absehbarer Zeit von klein strukturierter Landwirtschaft leben kann.“ Letztendlich stimmten die Mitglieder des Bauausschusses auch dem Bauantrag einhellig zu.

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