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Zimmerer-Innung Donau-Ries fokussiert Nachwuchsförderung und Holzbau

Landkreis Donau-Ries

Stefan Taglieber ist neuer Obermeister der Zimmerer-Innung Donau-Ries

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    Der neu gewählte Vorstand (von links): Günter Schnell, Stefan Taglieber, Martin Stark, Günter Enßlin, Markus Schön, Dominik Rauter. Es fehlt Michael Sieber.
    Der neu gewählte Vorstand (von links): Günter Schnell, Stefan Taglieber, Martin Stark, Günter Enßlin, Markus Schön, Dominik Rauter. Es fehlt Michael Sieber. Foto: Christoph Schweyer

    Sehr früh im Jahr lud die Zimmererinnung Donau-Ries zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen nach Wemding ein. Im Mittelpunkt stand die Neuwahl des Obermeisters. Nach neun Jahren an der Spitze trat Franz Motz nicht mehr zur Wahl an und machte damit den Weg frei für einen Generationswechsel.

    Motz ließ die vergangenen Jahre Revue passieren und betonte, dass es der Innung insbesondere durch gezielte Aktivitäten in der Nachwuchswerbung gelungen sei, das Interesse junger Menschen am Zimmererhandwerk spürbar zu steigern. „Wir haben es geschafft, dass sich mehr Jugendliche für unseren Beruf interessieren und eine Ausbildung beginnen. Das ist sehr erfreulich, denn gute Nachwuchskräfte werden von den Unternehmen der Innung dringend gesucht.“

    Neben dem Obermeister gibt es zwei stellvertretende Obermeister

    Die Jahresrechnung 2025 stellte Christoph Schweyer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, vor. Sie bescheinigte dem Vorstand verantwortungsbewusstes Wirtschaften. Der Haushaltsplan für 2026 orientiert sich an den Vorjahren und wurde einstimmig verabschiedet.

    Einen fachlichen Akzent setzte Anja Behnke, Leiterin der Berufsschule Donauwörth, mit interessanten Einblicken in die aktuelle Ausbildungssituation. Sie stellte das neue Holzzentrum vor und zeigte die dortigen hervorragenden technischen Möglichkeiten auf. Derzeit werden an der Schule 128 Auszubildende im Zimmererhandwerk, 93 im Schreinerhandwerk sowie vier im Bereich Holztechnik unterrichtet.

    Bei der anschließenden geheimen Wahl wurde der einzige Kandidat Stefan Taglieber (Oettingen) einstimmig zum neuen Obermeister gewählt. Als zwei stellvertretende Obermeister fungieren künftig Günter Schnell (Nördlingen-Grosselfingen), der dieses Amt bereits innehatte, sowie Dominik Rauter (Möttingen). Dem weiteren Vorstand gehören Günter Enßlin, Michael Sieber, Markus Schön (Lehrlingswart) und Martin Stark an. Im Berufsbildungsausschuss vertreten Günter Enßlin und Markus Schön die Arbeitgeberseite, Thomas Leister ist Arbeitnehmervertreter. Den Rechnungsprüfungsausschuss bilden Jürgen Grimmbacher und Franz Motz.

    Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne

    Der neue Obermeister Stefan Taglieber (35) bedankte sich bei Franz Motz und dem bisherigen Vorstand für das große Engagement der vergangenen Jahre. Für die Zukunft stellte Taglieber die Weiterentwicklung der Innung und die Stärkung des Holzbaus in den Mittelpunkt. „Mir ist die Zusammenarbeit im Team besonders wichtig. Wir wollen den Holzbau mit all seiner Vielfalt, seinen Chancen und seinen hervorragenden Zukunftsperspektiven für junge Menschen in der Region noch stärker sichtbar machen“, betonte er. Dabei sollen alle Betriebe – unabhängig von ihrer Größe – in die Arbeit der Innung eingebunden werden.

    Der neue Obermeister hob zudem die Bedeutung des Spannungsfeldes zwischen Tradition und Moderne hervor. „Unser Handwerk hat jahrtausendealte Wurzeln, gleichzeitig spielt es gerade mit Blick auf Klimaschutz und CO₂-Einsparung eine entscheidende Rolle. Diese Vorteile des Zimmererhandwerks müssen wir klar und deutlich herausstellen, um die Klimaziele im Bauwesen zu erreichen.“

    Stefan Taglieber ist Zimmerermeister und staatlich geprüfter Bautechniker. Er ist in vierter Generation Geschäftsführer der Taglieber Holzbau GmbH in Oettingen, die er gemeinsam mit seinen Schwestern führt. Das Unternehmen beschäftigt rund 250 Mitarbeitende und deckt sowohl Leistungen des Zimmerer- als auch des Schreinerhandwerks ab. (AZ)

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