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Engagement im Landkreis

25.01.2018

100 ehrenamtliche Hospizbegleiter betreuen Schwerkranke und Sterbende

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Rund 100 gut ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter sind landkreisweit im Einsatz.
Bild: dpa

Das neue Gesetz stärkt die Hospizarbeit und stellt sie auch vor weitere Herausforderungen.

Rückblick auf ein ganz besonderes Jahr konnte das St. Afra Hospiz beim jährlichen Treffen aller drei Hospizgruppen halten. Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Caritasverband für den Landkreis Aichach-Friedberg feierte mit Veranstaltungen aller drei Ortsgruppen sein 20-jähriges Bestehen.

„Wir haben ein buntes und bestens angenommenes Programm geboten und das war ein Kraftakt, den wir nur gemeinsam stemmen konnten“, lobte Christine Neukäufer. Ihren Dank richtete die Gesamtkoordinatorin im St. Afra Hospiz vor allem auch an ihre beiden hauptamtliche Kolleginnen Manuela Lang und Christine Schwarz-Marinkovic. „Hospizarbeit ist Teamarbeit“, betonte sie.

Rund hundert gut ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter sind mittlerweile landkreisweit im Einsatz. Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten war die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, die beim Festakt in Aichach von Landrat Klaus Metzger, Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann und Michael Schredl, dem ersten Vorsitzenden des Caritasverbandes unterschrieben wurde.

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„Ich empfinde das als große Ehre, dass dies möglich gemacht wurde“, sagte Christine Neukäufer. Die Aufgaben und Herausforderungen haben sich in den zwei Jahrzehnten stark verändert. „Ein großes Thema wird für uns sicherlich sein: Wie schaffen wir vom St. Afra Hospiz es, diesen wunderbaren Grundgedanken von Hospizkultur und Palliatativ Care in Zeiten von Professionalisierung, Kommerzialisierung und Spezialisierung zu erhalten?“

Über die Umsetzung des neuen Hospiz- und Palliativgesetzes informierte sich auch der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz bei einem Gespräch mit Haupt- und Ehrenamtlichen des Hospizes. Andreas Reimann, Geschäftsführer des Caritasverbandes im Landkreis, zeigte Freude darüber, dass die Bedeutung der Hospizarbeit auch in der Politik angekommen ist. Er selbst wurde im Rahmen des Jahrestreffens für seine 20-jährige Zugehörigkeit zum St. Afra Hospiz geehrt. Bereits seit 15 Jahren mit dabei sind Christa Dollinger und Gisela Staudacher. Seit zehn Jahren ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig sind Gudrun Sperr und Hildegard Kramer. Dank ging auch an Gabi Greppmeir, die sich um die Flyer für das Jubiläumsjahr kümmerte.

„Die Auswirkungen des neuen Hospiz- und Palliativgesetzes haben auch vor unserem Dienst nicht Halt gemacht“, informierte Christine Neukäufer. Es gab neue Aufgaben für die Koordinatoren und einige Ehrenamtliche wurden in neuen zusätzlichen Bereich geschult. So gibt es nun Verstärkung für das Projekt „Hospiz macht Schule“ und beim Bunten Kreis wurde eine Familienbegleiterin geschult.

Neu ist auch die hospizliche Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung. In der Planung ist zudem ein Konzept zur Begleitung von sogenannten „vortrauernden Kindern“, deren Elternteil schwer erkrankt ist.

Mit etwa 500 Kontakten in der Hospizarbeit und in der ambulanten Palliativversorgung unterstützte das St. Afra Hospiz im vergangenen Jahr in etwa die Hälfte aller Sterbenden im Landkreis auf ihrem letzten Lebensweg.

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