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140 Jahre Museum im Wittelsbacher Schloss am Muttertag

Friedberg

Muttertag für die Gäste, Geburtstag im Schloss: Das Museum feiert Jubiläum

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    Museumsaufsicht und Stadtführerin Margit Möding und Museumsleiterin Dr. Alice Arnold-Becker beim Jubiläum des Museums im Schloss.
    Museumsaufsicht und Stadtführerin Margit Möding und Museumsleiterin Dr. Alice Arnold-Becker beim Jubiläum des Museums im Schloss. Foto: Michael Eichhammer

    Das Museum im Wittelsbacher Schloss feierte am Sonntag ein besonderes Jubiläum: Mit seiner 140-jährigen Geschichte gilt es als eines der ältesten Museen in ganz Bayern. „Das Museum ist heute sehr gut besucht“, berichtete Museumsleiterin Dr. Alice Arnold-Becker bereits am frühen Nachmittag. Dazu trug neben dem freien Eintritt sicher auch bei, dass zur Jubiläumsfeier auch einiges an Mehrwert geboten war. So spielte im Outdoor-Bereich des Cafés das Quartett „Julienne et les chats noirs“. Die Museumspädagogin Mariella Hosp bot ein offenes Atelier für Kinder ab sechs Jahren. Zum 140. Geburtstag konnten angemeldete Interessenten ausnahmsweise auch an Führungen durch das extern gelegene Depot im Friedberger Businesspark teilnehmen.

    Interaktive Elemente im Museum kommen bei Neu-Besuchern am Muttertag gut an

    Zudem war der Turm zur Besichtigung geöffnet, was nur einige Male im Jahr der Fall ist. Viele Gäste nutzten die Veranstaltung als Muttertagsausflug. Die gebürtige Friedbergerin Cecilie Wanzel erinnert sich noch gut an ihren ersten Besuch im Museum: „Ich staunte als ich auf einem Bild von der alten Feuerwehr meinen Großvater erkannt habe.“ Ihre Tochter Margit Sommer erinnert sich an die Schulzeit, wo sie mit der Klasse die Uhrmacher-Exponate anschauen „musste“. Mittlerweile besucht sie das Museum freiwillig: „Ich finde das Museum ist richtig schön geworden seit der Wiedereröffnung 2019.“

    Besonders amüsiert hat sie sich über einen Satz über die städtische Verkehrsgeschichte, der auf einer Schautafel zu lesen ist: „Bereits 1897 zeigte der Friedberger Magistrat Interesse am Straßenbahnanschluss nach Augsburg. Dieser erfolgte jedoch erst 2010.“ Ihrer Tochter Nina gefällt der Charme des Ortes, in dem das Museum beheimatet ist: „Es ist schön, wenn man sich um alte Gebäude wie das Schloss so ambitioniert kümmert.“ Ihr Freund Maximilian Eimer aus Ingolstadt besucht das Museum zum ersten Mal und begeistert sich vor allem für die interaktiven Elemente.

    Dr. Ursula Ibler und Volker Babucke erzählen einem interessierten Gast Wissenswertes über die Historie der Region.
    Dr. Ursula Ibler und Volker Babucke erzählen einem interessierten Gast Wissenswertes über die Historie der Region. Foto: Michael Eichhammer

    Zu diesen Multimedia-Elementen zählt ein Bildschirm in der archäologischen Dauerausstellung, welche von Dr. Ursula Ibler und ihrem Gatten Volker Babucke konzipiert wurde. Anhand einer digitalen Drehscheibe kann man eine Zeitreise in die Flora und Fauna der Region bis zu 15 Millionen Jahre in die Vergangenheit machen. „Dass die Gegend mal ein Urwald mit vielen Gewässern war, bevölkert von Säbelzahnkatzen und Elefanten, ist für viele Erstbesucher der größte Aha-Effekt“, beobachtet Ibler. Volker Babucke, der als Archäologe auch an Ausgrabungen in Friedberg beteiligt war, ist unter anderem stolz auf die Exponate mit Grabschmuck zu den 1972 in Friedberg entdeckten Gräbern aus dem 7. Jahrhundert.

    Viele Friedbergerinnen und Friedberger kommen zum 140. Geburtstag ins Wittelsbacher Schloss

    Ein Besucher aus Würzburg begeistert sich: „Die historische Uhrenausstellung fasziniert mich besonders, die Qualität der Friedberger Uhren ist beeindruckend.“ Das sieht Museumsleiterin Dr. Alice Arnold-Becker genauso: „Die Friedberger Uhren wurden innerhalb ganz Europas exportiert.“ Sie schätzt den Gästeanteil von einheimischen und auswärtigen Besuchern im Jahresdurchschnitt auf 50:50.

    Dorothea Holzwarth-Urban und ihr Mann, Professor Manfred Urban, erklären, warum sie im Verein Museumsfreunde Schloss Friedberg aktiv sind: „Der Verein engagiert sich stark für die wirtschaftliche Unterstützung bei der Anschaffung von Pretiosen und die Unterstützung der museumspädagogischen Arbeit.“ Museumsaufsicht und Stadtführerin Margit Möding stand bis 16 Uhr als Cicerone für Fragen bereit. Sie hat eine ganz besondere Verbindung zum Museum: „Mein Ur-Urgroßvater hat das Museum 1886 gegründet und mein Großvater war Kustos“, erzählt sie.

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