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Ried

17.08.2020

15-jährige Künstlerin eröffnet bald ihre erste Ausstellung in Ried

Die 15-jährige Paula Henninger stellt ihre Werke im Rieder Rathaus aus. Die Ausstellung findet im Rahmen des Kunst&Kultur-Projekts von Claudia Bordon-Vieler statt.
Bild: Christine Hornischer

Plus Paula Henninger zeigt ab dem 27. August Zeichnungen und Fotografien in Ried. Wie aus der 15-Jährigen eine Künstlerin geworden ist.

Zeichnungen und Naturfotografien der Riederin Paula Henninger erfreuen ab dem 27. August um 18 Uhr die Besucher im Rathaus. Die Ausstellung findet im Rahmen des Kunst&Kultur-Projekts der Kümmerin Claudia Bordon-Vieler statt. Sie möchte die Vielfalt der regionalen Künstler ans Tageslicht bringen. Die 15-jährige Paula Henninger ist ein Beispiel dafür, welche Kreativität in der Gemeinde schlummert. Claudia Bordon-Vieler will noch viele Nachahmer finden.

„Schuld“ an der Ausstellung ist ein Wassertropfen. Paula Henninger lacht, als sie die Geschichte erzählt. Im Internet hat sie herausgefunden, wie einfach es ist, einen Wassertropfen zu malen. Mama Eva, die das ja nicht wusste, wollte die Bemühungen ihrer kreativen Tochter wegwischen, weil sie meinte, das sei ein wirklicher Tropfen, der verschüttet worden war. Sie war daraufhin so begeistert, dass sie das Bild in ihr WhatsApp-Profil kopierte – wo es dann Bürgermeister Erwin Gerstlacher zu sehen bekam. Und so kam die erst 15-jährige Paula zu ihrer ersten Ausstellung.

Junge Malerin stellt Zeichnungen in Ried aus

Zwölf Fotografien, die auch zum Verkauf stehen – Kostenpunkt zwischen 50 und 150 Euro–, und 16 Zeichnungen hat die junge Malerin für die Ausstellung ausgesucht. Die Zeichnungen sind jedoch unverkäuflich. „Das sind meine ersten Zeichnungen, die ausgestellt werden“, sagt sie. „Die gebe ich nicht her, da hängt mein Herz daran“.

Das Malen liebt sie, seit sie denken kann. „Meine Oma Helga hat einen Aquarellkurs besucht“, erzählt sie. „Und immer, wenn wir Zeit hatten, malten wir zusammen“. Ihre große Liebe teilt sie zwischen Malen und der Natur auf. Kein Wunder, dass sie am liebsten Pflanzen und Tiere zeichnet. „Sie hat ein ganz enormes Einfühlungsvermögen gegenüber Tieren“, fügt Mutter Eva schmunzelnd hinzu.

Schon in der Grundschule gewann Paula Henninger einen Malwettbewerb mit dem Thema „Neues ausprobieren“. Sie zeichnete ihren Papa Michael und sich selbst beim Skifahren. In der dritten und vierten Klasse besuchte sie dann das Kunstcamp der Augsburger Malerin Inge Lemmertz. „Mein Lieblingsmaterial ist der Bleistift“, sagt das Mädchen. So könne man nämlich, wenn man sich vermalt, die betreffende Stelle einfach wegradieren. Aber auch die Fotografien haben es in sich. Paula Henninger erzählt von einer Glaskugel. Wenn sie durch diese ein Bild fotografiert, erscheint es falsch herum – wie im Auge. Das ergibt außergewöhnliche Fotos.

15-Jährige aus Ried vergisst beim Malen die Zeit

„Das Schönste beim Malen oder Fotografieren ist, dass man die Zeit total vergisst“, schwärmt die 15-Jährige, die momentan die neunte Klasse am Gymnasium Friedberg besucht. „Ein Praktikum beim Augsburger Zoo ist leider Corona zum Opfer gefallen“, bedauert sie. Ihr Berufswunsch ist – wen wundert es – etwas mit Fotografieren oder Natur wie etwa Meeresbiologin. Besonders die Haie – das erfährt man in der Ausstellung – haben es dem Mädchen angetan. Vom Affenbaby über einen kleinen Hund bis hin zum Adler oder dem „berühmten“ Wassertropfen locken die Exponate im Rieder Rathaus.

Die Vernissage „Strich & Klick“ findet am 27. August um 18 Uhr im Rathaus Ried statt.

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