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Schule in Friedberg

26.02.2013

250 Klassen übertrumpft

Schüler der Friedberger Mittelschule erringen mit Arbeiten zum Thema Gleichberechtigung den zweiten Platz bei einem bundesweiten Wettbewerb. Den ersten wollten sie gar nicht belegen.

Die beiden zehnten Klassen der Mittelschule setzten sich beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung gegen rund 250 Klassen aus ganz Deutschland durch. Die 39 Schüler beschäftigten sich so überzeugend mit Karrierefrauen und Quotenmännern, dass sie beim Thema Gleichberechtigung den zweiten Platz belegten und 1500 Euro gewannen.

Die Schüler hatten Mappen angelegt, in denen sie Argumente gegen die Frauenquote, Belege für ungerechte Rollenverteilungen oder Interviews mit Politikern bündelten. Die beiden Klassenlehrerinnen Edith Wagner und Gertrud Wunderle-Gut vereinten die besten Arbeiten auf zwei Seiten im Zeitungslayout und schickten sie an die Jury des bundesweiten Wettbewerbs.

Wunderle-Gut sieht einen Grund für die Prämierung in der vielfältigen Umsetzung des Themas: „Die Schüler haben nicht nur Texte geschrieben, sondern auch Fotos gemacht und Karikaturen gezeichnet.“ Das Thema kam bei den Schülern gut an. „Zuerst klang es langweilig, doch dann habe ich mich damit beschäftigt und fand es doch ganz spannend“, sagt der Schüler Michael Bachmeir.

250 Klassen übertrumpft

Die Klassen wollten lieber den zweiten als den ersten Preis.

Bundespräsident Joachim Gauck ist zwar der Schirmherr des Wettbewerbs, überreicht die 1500 Euro Preisgeld aber nicht persönlich in Friedberg. Der Gewinn landet per Überweisung auf dem Schulkonto und fließt in den nächsten Ausflug der beiden Klassen.

Der erste Platz wäre eine komplett finanzierte Fahrt gewesen – allerdings nur für eine der beiden Klassen. Daher hatten die Lehrerinnen beim Einreichen der Zeitungsseiten dazu geschrieben, dass sie sich mehr über das Geld als über die Klassenfahrt freuen würden. „Ohne diesen Wunsch hätten die Schüler vielleicht sogar den ersten Platz belegt“, sagt Wunderle-Gut.

Wagner hatte schon im vergangenen Jahr mit damaligen Zehntklässlern beim Wettbewerb mitgemischt. Dabei hatte es nicht für die vorderen Plätze gereicht, aber immerhin für 250 Euro Preisgeld. „Ich will auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen, da die Schüler bei den Projekten unabhängig vom Thema nützliche Arbeitsweisen lernen“, sagt die Lehrerin.

In Anlehnung an den Wettbewerb griffen die beiden Klassen das Thema Gleichberechtigung auch in Debatten auf. Zwei Lager brachten Argumente für und gegen die Frauenquote vor. Wagner sagt: „Die Diskussionen waren so kontrovers, dass in den beiden Klassen am Ende ein anderes Ergebnis stand.

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