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Adelzhausen

04.08.2017

27 Verletzte bei Massenkarambolage auf A8 - Polizei kritisiert Gaffer

Auf der A8 sind am Donnerstag knapp 30 Fahrzeuge ineinandergekracht.
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Auf der A8 sind am Donnerstag knapp 30 Fahrzeuge ineinandergekracht.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Auf der A8 zwischen Adelzhausen und Odelzhausen sind am Donnerstag bei einer Massenkarambolage 27 Menschen verletzt worden. Laut Polizei sorgten Gaffer nach den Unfällen für Gefahr.

29 Fahrzeuge sind am Donnerstag auf der A8 zwischen Adelzhausen und Odelzhausen (Landkreis Aichach-Friedberg) ineinandergekracht. 27 Verletzte wurden laut Polizei in Krankenhäuser gebracht. Fast alle Opfer kamen am späten Donnerstagnachmittag mit leichteren Blessuren davon. Eine Frau erlitt schwere Verletzungen, die aber nicht lebensgefährlich sind. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mindestens 400.000 Euro.

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Massenkarambolage auf der A8 bei Adelzhausen: 29 Autos beteiligt

Laut Polizei waren gegen 17 Uhr während eines Wolkenbruchs zwei Autos zwischen den Anschlussstellen Adelzhausen und Odelzhausen ineinandergekracht. Daraufhin ereigneten sich auf einer Länge von etwa 150 Metern mehrere weitere Auffahrunfälle. Insgesamt seien 29 Autos beteiligt gewesen. Ein großes Aufgebot an Ärzten und Sanitätern behandelte die Verletzten noch an der Unfallstelle.

"Man darf sich das nicht so vorstellen, dass 29 Autos ineinander verkeilt sind", sagte der Sprecher. Es handle sich vielmehr um mehrere einzelne Unfälle, "wie das halt so ist, wenn auf einen Unfall mehrere weitere folgen". Der Beamte konnte zunächst nicht sagen, ob der starke Regen die Unfallserie begünstigte.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsorganisationen waren mit hunderten Kräften am Unfallort. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Die Höhe des entstandenen Schadens stand zunächst nicht fest. Die Autobahn war in Richtung München für mehrere Stunden gesperrt und wurde gegen 22 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Gaffer sorgten nach Massenkarambolage auf A8 für Gefahr

Wie die Polizei weiter berichtete, staute sich während des Rettungseinsatzes auf der Gegenfahrbahn ebenfalls der Verkehr - ausgelöst von langsam fahrenden Autos. Gaffer hätten abgebremst, was zu "etlichen gefährlichen Situationen und Beinaheunfällen" geführt habe.

Nach Angaben der Polizei laufen aber keine Ermittlungen gegen Gaffer. Ein Sprecher der Polizei sage: "Bei einem Unfall mit fast 30 Verletzten war es für die Einsatzkräfte nicht möglich, auch noch auf der Gegenfahrbahn Gaffer zu ermitteln." mit dpa

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