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Kissing

29.06.2015

300 Gegner der Augsburger Osttangente radeln bis Kissing

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An die 300 Osttangenten-Gegner trafen sich am Weitmannsee zur Schlusskundgebung nach der Sternradfahrt.
Bild: Brigitte Glas

Der Widerstand gegen die geplante Osttangente von der B17 bei Oberottmarshausen zur A8 bei Derching bekommt immer mehr Anhänger. 300 GEgner waren nun bei einer Sternradfahrt dabei.

Der Widerstand gegen die geplante Osttangente von der B17 bei Oberottmarshausen zur A8 bei Derching bekommt immer mehr Anhänger. Der Einladung des„Aktionsbündnisses Keine Osttangente" (A-KO) zur Radsternfahrt waren an die 300 Gegner gefolgt.

Es war der zweite Anlauf für diese ortsübergreifende Aktion. Eigentlich hätte sie nämlich bereits am Wochenende zuvor stattfinden sollen. Den Organisatoren war jedoch die Wetterprognose zu unsicher gewesen und sie hatten die Veranstaltung auf den Ausweichtermin an diesem Samstag verschoben.

Von elf Orten aus dem betroffenen Gebiet radelten die Straßenskeptiker nun zum Weitmannsee bei Kissing. Aus Mering kamen 35 Radler. Angeführt von A-KO-Sprecher Wolfhard von Thienen schlängelte sich der Radler-Tross vom Meringer Marktplatz über die Kissinger Bahngruben und Kissinger Heide zum Ziel. Von Thienen erklärte unterwegs bei einem Zwischenstopp die ökologische Bedeutung des Gebiets. Weitere Radlergruppen kamen unter anderem aus Merching, Unterbergen, Königsbrunn, Prittriching, Derching, der Augsburger St.-Anton-Siedlung und sogar aus Kissing. Alle wollen es nicht hinnehmen, dass eine vierspurige autobahnähnliche Straße durch sensible und wichtige Naturschutz-, Wasserschutz- und Naherholungsgebiete geführt wird.

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„Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“ sagte Josef Metzger von der AG Lechleite und begründete dies mit den vorausgesagten und tatsächlichen Verkehrszahlen der B17 und der AIC 25. In unserer Region sei die Arbeitslosigkeit so niedrig wie nirgends, sodass das Arbeitsplatzargument nicht ziehe. Die beste Chance zur Verhinderung der Osttangente sei jetzt, bevor sie als vordringlich eingestuft wird. Andreas Nies von der BIKA Königsbrunn rief dazu auf, auf die Veranstaltungen des A-KO zu gehen: „Wir müssen Masse zeigen.“ Josef Wecker, der Bürgermeister von Schmiechen, rief alle Gemeinden dazu auf, zusammenzustehen. Sein betroffener Ortsteil Unterbergen sei sonst „nur die Maus, die gegen den Elefanten kämpft“.

Gegner sammeln Unterschriften

Die Teilnehmer hatten alle gute Gründe, mitzufahren. „Wir holen uns nur noch mehr Autos hierher“, meinte Georg Neumayr aus Mering. „Es wird zu viel Fläche geopfert“, meinte der Kissinger Wilhelm Geier. Nicht nur zu viele Grünflächen, sondern Äcker gingen verloren. Ulrike Unger aus Mering will das nicht hinnehmen. Großen Zweifel, ob die Osttangente überhaupt einen Nutzen hat, hatte Hias Lachenmayr. „Wir dürfen nicht alles zupflastern“, sagte Dieter Bernardt. Als Vater von drei Kindern vermisste er die Nachhaltigkeit.

Das A-KO sammelt noch bis zum 31. August Unterschriften gegen die Osttangente. Die Listen liegen an vielen Stellen in den betroffenen Gemeinden aus. Sie gibt es auch im Internet unter www.keine-osttangente.de.

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