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02.06.2009

33 Jahre gelebter Wahnsinn in Hörbach

Hörbach (geba) - Eine Prise Wahnsinn gehört schon dazu. Das sagt einer der es wissen muss, Toni Drexler, seit 33 Jahren Macher des Hörbacher Montagsbrettls. Seine Erlebnisse hat er nun in ein Buch gepackt, die "Hörbacher Montagsbrettl-Story". Jetzt konnte sein Publikum zum ersten Mal auf einer Lesung daraus hören.

Was seiner Meinung nach mit einer guten Prise Verrücktheit vor 33 Jahren als kleine Veranstaltungsreihe in dem 300-Seelen-Dorf seinen Anfang genommen habe, begeistere heute immer noch als die inzwischen älteste in Bayern bestehende Kleinkunstbühne. Toni Drexler, der Gründer und Organisator des Hörbacher Montagsbrettls, rezitierte weiter: "Es war die jugendliche Lust an Provokation, an Spott über vermeintliche oder reale Verkrustungen im Denken und Handeln, die uns dazu trieb, ein Forum für kritische oder unkonventionelle Meinungen, Lieder und Musikdarbietungen zu ermöglichen." Sie habe sich durchgesetzt, diese Art der Kunst, und sie sei stets aktuell gewesen und geblieben.

Deshalb, so Drexler weiter, zeige die "Hörbacher Montagsbrettl-Story" auch mehr als nur eine Rückschau dieser Kleinkunstbühne auf. Sie würde vielmehr über drei Jahrzehnte bayerische Kleinkunstszene abbilden. Nicht wenige Künstler hätten damals im kleinen Hörbach ihre große Karriere begonnen. Dass sein Buch ein zeitgeschichtliches Dokument, witzig und nachdenklich, amüsant und spannend, erfrischend und auffrischend geworden ist, bewiesen in der Folge einige Lesungen von ihm aus demselben. Das Publikum nahm sie alle aufmerksam und begeistert auf.

Es geht um die bayerische Kleinkunst in drei Jahrzehnten

33 Jahre gelebter Wahnsinn in Hörbach

Eine ganze Reihe dieser Künstler der ersten Stunde hat es sich nicht nehmen lassen, Toni Drexler in Grußbotschaften zum Erscheinen seines gelungenen Werkes zu gratulieren.

Zu diesen gehören unter anderem namhafte Kabarettisten wie Dieter Hildebrandt, die Well-Buam und die Biermösl Blosn, Jörg Hube, Ottfried Fischer, Francesca de Martin, die Panitz-Brüder von den Mehlprimeln, aus der Schweiz Franz Hohler, Gerhard Polt, Georg Ringsgwandl, Helmut Schleich und Andreas Giebel.

Und zu etlichen wusste Toni Drexler den ein oder anderen lustigen, manchmal auch nachdenklichen Brettl-Schwank zu erzählen. Damit das Ganze musikalisch abgerundet wurde, spielten und sangen Hansi Well, Ehefrau Sabeeka und die Well-Kinder Sarah, Tabea und Jonas zwischendurch tüchtig auf. "Wir machen weiter, wenn's sein muss noch mal 33 Jahre", versprach Toni Drexler, der Hörbacher Brettlmacher, zum Schluss der Lesung seinem treuen Publikum. Dabei dankte er vor allem seinem Bruder Jakob, ohne dessen Mitwirken die ganze Brettlarbeit nicht zu bewältigen gewesen wäre.

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