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17.02.2008

40 Firmen zeigen bunte Auswahl an Berufen

Sie kamen allein, mit Eltern oder mit Freunden. Manche hatten ihre Bewerbungsunterlagen schon dabei, andere wollten sich einfach nur informieren. Bei der Jobbörse kamen am Samstag viele Interessenten in die Vierfachturnhalle am Aichacher Deutschherren-Gymnasium.

Von Gerlinde Drexler

Aichach-Friedberg - Sie kamen allein, mit Eltern oder mit Freunden. Manche hatten ihre Bewerbungsunterlagen schon dabei, andere wollten sich einfach nur informieren. Bei der zweiten Jobbörse, die der Rotary Club Schrobenhausen-Aichach in Zusammenarbeit mit der Igenhausener Firma Haimer für Schüler aus dem Landkreis ausrichtete, kamen am Samstag viele Interessenten in die Vierfachturnhalle am Aichacher Deutschherren-Gymnasium.

Am liebsten würde Martin Happacher Mechatroniker werden. Wenn das nicht klappen sollte, dann wären Ausbildungsberufe in der Mechanik oder Elektronik für den Hollenbacher die Alternative. Die Jobbörse nutzte der Realschüler, um sich schon mal bei den Firmen zu erkundigen, wie denn seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen. Gute Noten seien auf jeden Fall ein großer Pluspunkt, auch wenn nicht alle Firmen das Hauptaugenmerk darauf richten würden, erfuhr er. Noch vor den Ferien will Happacher seine Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr abschicken. Da dränge schon seine Schule drauf.

So weit ist Katharina Haas noch nicht. Die 14-Jährige geht erst in die achte Klasse und war mit ihrer Familie auf der Jobbörse unterwegs, um sich zeitig zu orientieren. Eine bestimmte berufliche Vorstellung hat die Ecknacherin noch nicht. Bei welchen Berufen die 14-Jährige ihre mathematische Begabung einbringen könnte, hofften ihre Eltern gemeinsam mit ihr auf der Jobbörse herauszufinden. Vielleicht etwas in Richtung Computer?

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Eine bunte Auswahl an Berufen stellten die 40 Firmen, die in der Turnhalle ihre Infostände aufgebaut haben, vor. Vom Kaminkehrer über technischer Zeichner, Fotograf, Maler und alle möglichen kaufmännischen Berufe bis hin zu Floristin, Brauer oder Stuckateur reichte die Palette. Über insgesamt 50 verschiedene Berufe konnten sich die Besucher informieren. Mal mit Infomaterial, kurzen Videofilmen oder an auch praktischen Beispielen zeigten die Betriebe, was sich die Schüler unter den einzelnen Berufsbildern vorstellen können.

Neben vielen Firmen aus dem Landkreis waren auch die Agentur für Arbeit, die Stadt Aichach, das Landratsamt sowie die Berufliche Schule Wittelsbacher Land vertreten. Stark konjunkturabhängig sei der Fachbereich Hauswirtschaft, sagte Gerhard Kestner, Leiter der Schule. Stark begehrt ist dagegen der Bereich Kinderpflege. Für die 30 Plätze gehen durchschnittlich 100 Bewerbungen ein.

Sehr zufrieden mit der Resonanz war Karl Moser, Vorsitzender des Rotary Club Schrobenhausen-Aichach. Es sei auch einfach gewesen, die Firmen, zwölf mehr als im Vorjahr, für eine Teilnahme zu gewinnen, freute er sich. Wenig Verständnis zeigte er dafür, dass die Aichacher Einzelhändler nicht vertreten waren. Denn sie hätten keine Möglichkeit gefunden, hätte ihm AGA-Vorsitzender Dieter Simmeth mitgeteilt.

"Sind sich die Einzelhändler zu gut, um hier mitzumachen oder brauchen sie keine Lehrlinge", fragte Moser provokant bei der Eröffnung der Jobbörse. Die Augsburger Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Schwaben war zwar mit einem Stand vertreten, hatte aber niemanden geschickt, der ihn betreute. Ein Rotarier hatte sich spontan des verwaisten Standes angenommen und verteilte das Informationsmaterial.

Eine Jobbörse in Schrobenhausen veranstaltet zum ersten Mal der Rotary Club Schrobenhausen-Aichach. Sie findet statt am Samstag, 12. April, in der Michael-Sommer-Hauptschule.

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