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Abgang mit Getöse bei der Friedberger SPD

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Kommentar Von Thomas Goßner
09.10.2019

Plus Der Wechsel von Roland Fuchs hinterlässt bei den Genossen einen Scherbenhaufen.

Es ist ein Paukenschlag zum Beginn des Friedberger Kommunalwahlkampfes: SPD-Urgestein Roland Fuchs wechselt die Seiten und bringt seine unbestreitbaren Kompetenzen in Politik und Verwaltung künftig bei der CSU ein.

An den führenden Genossen, namentlich der Ortsvorsitzenden Ulrike Sasse-Feile und Bürgermeister Roland Eichmann, übt er zum Abschied noch einmal Kritik – so wie er sich auch in den vergangenen Jahren stets den Luxus einer eigenen Meinung leistete. Neben den Grünen war die SPD bisweilen die schärfste Opposition für den Rathauschef.

Eichmann mag keinen Widerspruch

Gut möglich, dass sich das Bedauern über den Abgang von Roland Fuchs bei den Spitzen der Friedberger SPD in Grenzen hält. Vermutlich wäre Eichmann den eigenwilligen Politprofi nur allzu gern in aller Stille losgeworden, um künftig eine geschmeidige Truppe um sich zu sammeln, von der er keinen Widerspruch zu erwarten hat.

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Der jedoch lässt sich so nicht abspeisen und schlägt auch das Angebot aus, auf einem der vorderen Plätze für den neuen Kreistag zu kandidieren. Jetzt steht die SPD vor einem Scherbenhaufen, in dem der politische Gegner bis zum Wahltag am 15. März kräftig wühlen kann.

Dass die SPD im Friedberger Stadtrat unbedingt einer Verjüngung bedarf, ist unbestritten. Mit ihren 70 Jahren ist 3. Bürgermeisterin Martha Reißner quasi das Nesthäkchen in den Reihen der Sozialdemokraten. Doch wie meist im Leben machts die Mischung.

Friedberger SPD mit unerfahrenen Neulingen

Für eine Fraktion, die künftig nur noch aus unerfahrenen Neulingen besteht, wird das Geschäft nicht unbedingt einfacher – zumal dann, wenn der SPD wie erwartbar bei der nächsten Wahl ein Aderlass bevorsteht. Der von der Ortsvorsitzenden Sasse-Feile ins Feld geführte Generationswechsel klingt mehr wie ein Vorwand, um einen Unbequemen loszuwerden.

Lesen Sie dazu unseren Bericht Roland Fuchs rechnet mit der Friedberger SPD ab

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