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Mering

05.04.2021

Abrissunternehmer will Lagerfläche im Lechfeld bei Mering anlegen

Ein Lagerfläche für Kies, Humus und Bauschutt möchte ein Meringer Abrissunternehmer an der Lechfeldstraße einrichten.
Foto: Marcus Merk (Symbol)

Plus In der Nähe der Firma Sonac könnte eine größere Lagerfläche für eine heimische Firma entstehen. Ist es der Anfang des nächsten Meringer Gewerbegebiets?

Ein Meringer Abrissunternehmen möchte an der Lechfeldstraße einen Acker als Lagerfläche nutzen. Dort sollen Kies und Humus aufbereitet und aufbewahrt werden. Darüber hinaus soll Bauschutt gelagert und recycelt werden. Notwendig dafür ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan. Darüber beriet der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

CSU-Sprecher Georg Resch brachte dazu mit "Am Galgenbach" den nötigen Namensvorschlag ein. Außerdem appellierte er, auf eine ausreichende Einfriedung zu achten, damit sich Mering bei der Zufahrt zum Ort nicht mit dem Anblick riesiger Schutthaufen präsentiere.

Bürgermeister Florian Mayer erläuterte, dass die Kommune in diesem Bereich selbst ähnliche Pläne habe. Sie möchte auf dem nahen Grundstück direkt gegenüber der Firma Sonac ebenfalls eine Lagerfläche einrichten. Dazu soll jedoch ein eigenes Verfahren erfolgen. Wie der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte, müsse sich die Kommune dafür auch noch mit dem Eigentümer des Grundstücks verständigen.

Grünen-Sprecherin Petra von Thienen erklärte: "Wir sehen das Vorhaben leider sehr kritisch!" Das Gebiet wachse sich langsam zu einem Gewerbegebiet aus. "Wir fürchten, dass es sich weiter ausbreitet, wenn noch weitere Bewerber kommen, denen man es dann vielleicht auch nicht verwehren kann", sagte sie.

Bürgermeister Florian Mayer gab offen zu, dass er tatsächlich die Möglichkeit, hier ein weiteres Gewerbegebiet für Mering zu schaffen, schon erwogen habe. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt als der zuständigen Baugenehmigungsbehörde sind entsprechende Pläne jedoch aussichtslos: "Ein Gewerbegebiet ist dort nach aktuellem Stand nicht möglich", stellte Mayer klar.

Wolfgang Bachmeir (SPD/parteifrei) sagte: "Ich halte den Platz für sehr geeignet. Er ist weit genug weg von Mering." An die Adresse von Resch meinte er, dass es wohl nicht möglich sein werde, eine Einfriedung zu schaffen, die so hoch ist, dass man von dem gelagerten Kies und Bauschutt nichts mehr sehe. Am Ende stimmte der Gemeinderat mehrheitlich dazu, den Bebauungsplan "Am Galgenbach" aufzustellen.

Mering korrigiert kuriosen Fehler an der Kissinger Straße

Mit einem kuriosen Bauproblem hatte sich der Gemeinderat außerdem in seiner jüngsten Sitzung zu beschäftigen. Als im Jahr 2004 eine Ortsrandsatzung aufgestellt wurde, um den Gartenbaubetrieb an der Kissinger Straße 17 zu ermöglichen, war offensichtlich ein Fehler passiert, der bis dato jedoch niemandem aufgefallen war. Der Geltungsbereich war in den Plänen falsch eingezeichnet, sodass darin zwar das Grundstück der Nachbarin enthalten war, jedoch nur die Hälfte des eigentlichen Betriebsgrundstücks. Das kam auf, als die Eigentümerin an der Kissinger Straße 13 für ihren Sohn den Bau eines Wohnhauses beantragen wollte. Der Gemeinderat beschloss deswegen, in diesem Bereich die Ortsrandsatzung wieder aufzuheben und dafür das restliche Grundstück des Gartenbaubetriebs mit einzubeziehen und so den Fehler zu korrigieren.

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05.04.2021

Ist ja toll, wenn Müllhalden das Ortsbild prägen. Reicht schon der Schutthaufen in St. Afra , direkt im Kreuzungsbereich. Warum werden solche "Schandflecken" eigentlich nicht im Niemandsland errichtet? So kann man auch das Ansehen einer Gemeinde auch versauen. Mit Tierkörperverwertung und Abfallbergen an der Hauptzufahrt!

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