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Merching

28.01.2019

Abschied nach 24 Jahren: Josefine Peter hört auf

Josefine Peter (rechts) geht in den Ruhestand - ihre langjährige Stellvertreterin Birgit Schrom wird neue Leiterin im Haus für Kinder St. Josef in Merching.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Die Kindergartenleiterin hat das Haus für Kinder St. Josef in Merching geprägt. Das Team wird seine „Chefin Finni“ vermissen.

Viel Wehmut beim offiziellen Abschied, aber auch große Dankbarkeit für die vergangenen Kindergartenjahre waren Leiterin Josefine Peter anzusehen. Nach 24 Jahren im Haus für Kinder St. Josef in Merching geht sie in den Ruhestand.

Stets habe sie sich in der Einrichtung, die sie seit 2001 mit ihrer Stellvertreterin Birgit Schrom leitete, wohlgefühlt. Nicht nur ihr Vorname habe perfekt zur Einrichtung gepasst: „Nie habe ich etwas anderes machen wollen als Erzieherin im Kindergarten – und ich konnte das machen – das war ein Glück“, betonte sie immer wieder. Das sahen gerade die Kindergarteneltern, die mitfeierten, genauso: Immer hatte man das Gefühl, mit kleinen und großen Freuden und Nöten zu ihr kommen zu können, egal ob man nun Kind oder Elternteil war. Man sei stets angenommen worden, ohne dass es belehrend wirkte, betonten viele Eltern unabhängig voneinander.

Das Wichtigste seien immer die Kinder gewesen

Das Wohlfühlklima sei ihr immer ein großes Anliegen gewesen, unterstrich Peter. Sie habe sich über jedes Baby mitgefreut, aber auch mit schweren Schicksalsschlägen mitgelitten. Das Wichtigste seien für sie immer die Kinder gewesen. Gerne erinnert sie sich an besondere Momente, etwa als ein Kind ihr ein selbst gebasteltes Herz überreichte. Oder die schönen Erlebnisse anlässlich ihres 60. Geburtstag, die sie zusammen mit ihrer langjährigen Kollegin Karin Weigl in ihrer Elefantengruppe versuchte, unvergesslich zu machen: Etwa das Übernachten im letzten Kindergartenjahr oder das selbst vorbereitete Puppentheater. Die Teilnahme am Projekt Papillio, bei dem die Kinder in ihrem Erleben der Emotionen stark gemacht werden sollen, hatte ihr viel Spaß gemacht. Barbara Hogrefe, die sich für ihre „Geradlinigkeit und Geduld“ stellvertretend mit dem Team des Elternbeirats bedankte, führte deshalb ein Kasperltheater auf, in dem die Zeit „Josefines der Großen“ in dem Stück „Josefine und die Kistenkobolde“ noch einmal auflebte. In ihrem Garten bekam sie Besuch von Kobolden, die ihr temperamentvoll deutlich machten, welche liebevollen Spuren sie im Haus für Kinder hinterlassen habe – und dass sie dort auch in ihrem wohlverdienten Ruhestand jederzeit willkommen sei.

Josefine Peter betont die gute Zusammenarbeit

Dass sie diese Spuren hinterlassen konnte, meinte Peter, verdanke sie der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem kirchlichen Träger und dem Engagement, das ihr von schulischer Seite entgegengebracht worden sei. Besonders verdankte sie es aber ihrem Team, das jeder Einzelne mit wunderbaren Talenten bereichert habe: Musikalisch, künstlerisch, kreativ und durch ein gutes Miteinander. Das bewiesen ihre Kolleginnen zum Abschied mit einer liebevollen Dekoration, emotionalen Gesangseinlagen und einer kleinen rückblickenden Bildpräsentation. So sehr sie ihre „Chefin Finni“ auch vermissen werden – sie wünschten ihr auch, sich Zeit zu nehmen für sich selbst, um zu „leben und zu lachen, auch für ganz verrückte Sachen – selbstverständlich in bequemen, schicken Schuhen.“

Pfarrer Xavier war mit Vertretern des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung um Josef Oberhuber gekommen und dankte für den „guten Geist“, den respektvollen, konsequenten Umgang und die liebevolle Art, insbesondere kirchliche Werte zu vermitteln. Vor allem für die Kraft und Zeit, die sie eingesetzt habe. Diese Zeit könne sie nun für sich selbst nutzen.

Bürgermeister Martin Walch sprach davon, Josefine Peters verabschieden zu „müssen“. Die gute Zusammenarbeit der Gemeindeverwaltung mit dem Haus St. Josef für Kinder sei von unschätzbarem Wert gewesen – zum Wohl für junge Familien: Besser hätte man es nicht machen können. Nun fehlten wieder einige Plätze – dies müsse man aufs Neue lösen. „Seien sie froh, dass sie das nicht mehr machen müssen“, meinte der Bürgermeister. Damit werden sich nun ihre Nachfolgerin Birgit Schrom, die seit 1995 in Merching stellvertretende Leiterin ist und den Kindergarten schon als Kind besucht hat, sowie ihre neue Stellvertreterin Katrin Weidner beschäftigen müssen.

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