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08.11.2017

Acht Fahrer bringen Senioren zum Ziel

Der vom MGH angebotene Fahrdienst läuft bereits, aber für Brigitte Dunkenberger (stehend) gibt es immer noch einige Dinge im Team zu beraten.
Bild: Heike John

Der Dienst im Mehrgenerationenhaus ist gut angelaufen. Die Zahl der Anfragen steigt stetig

Seit dem Ende der Sommerferien gibt es in Kissing einen begleiteten Fahrdienst für Senioren. Mittlerweile sind acht Fahrer und zwei Terminkoordinatoren ehrenamtlich im Einsatz. Das Angebot des Kissinger Mehrgenerationenhauses (MGH) werde sehr gut angenommen, sagen die Organisatoren.

„Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein oder zwei Fahrten durchgeführt werden“, stellt Brigitte Dunkenberger erfreut fest. Viel Engagement investierte die Leiterin des MGH Casa Cambio in die Vorbereitungen auf das neue Fahrdienstangebot.

Angefragt wird der kostenlose Fahrdienst unter anderem für Fahrten zum Arzt, zum Friseur, zum Logopäden oder zum Friedhof. Vor allem aber auch Einkaufsfahrten zu den Supermärkten jenseits der Bundesstraße sind ein oft angesteuertes Ziel. Denn für viele Senioren ist der Weg vom Ortszentrum aus zu weit.

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„Die Zahl der Anfragen wird wöchentlich größer“, haben die beiden Terminkoordinatoren Andrea Mayr und Monika Pautz festgestellt. Zum einen spricht sich der Service allmählich herum, zum anderen spielt aber auch die herbstliche Witterung eine Rolle. Manche Senioren konnten ihre Einkäufe und Termine bisher noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, doch mit schlechter werdendem Wetter sind sie um den Fahrdienst froh. „Unsere Fahrgäste sind in der Regel freundlich und dankbar, dass wir uns für sie Zeit nehmen“, lautet die Erfahrung der acht ehrenamtlichen Fahrer. Diese haben alle ihre festen Tage und die Koordinatoren wissen, wann sie wen zum Fahrdienst einbuchen können.

Die Tatsache, dass sie bei Bedarf den Fahrservice des MGH in Anspruch nehmen können, gibt den Senioren das Gefühl von Autonomie, haben die Fahrer in Gesprächen herausgehört. „Denn viele wollen ihren Angehörigen nicht über die Maßen zur Last fallen.“

Das eigens für das Fahrdienstangebot angeschaffte Einsatzfahrzeug bietet auch Platz für die Mitnahme eines Rollators. „Aber manchen Senioren genügt es auch, wenn sie sich auf dem Weg vom Auto in die Praxisräume beim Arzt bei uns einhaken können und nehmen ihre Gehhilfe dann gar nicht mit“, so die Erfahrung. Auch ein zusammenklappbarer Rollstuhl kann ins Einsatzfahrzeug eingeladen werden.

Gedacht ist das Serviceangebot für Fahrten von Kissinger Bürgern innerhalb des Ortes. „Auch zu Seniorennachmittagen der AWO oder Frühstücken des Frauenbunds oder der Emmausgemeinde kann unserer Fahrservice gebucht werden“, erklären die Koordinatorinnen. Längere Fahrten wie etwa ins Klinikum nach Augsburg werden allerdings nicht übernommen. „Das würde unser Einsatzfahrzeug auch zu lange binden“, erklärt Brigitte Dunkenberger.

„Wir sind im Unterschied zum Taxi ein begleiteter Fahrdienst und fahren kostenlos, aber viele Fahrgäste geben aus Dankbarkeit gerne eine Spende. Mit diesem Geld kann nun auch ein Navigationsgerät angeschafft werden, damit wir auch wirklich jede Straße gleich finden“, sagt die MGH-Leiterin. Um die Fahrer auch für eventuell auftretende schwierige Situationen zu wappnen, sollen sie noch eine Schulung für den Umgang mit leicht altersverwirrten Fahrgästen erhalten.

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