Newsticker

16.700 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages - Merkel: "Der Winter wird schwer"
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Ärger über Schulbus-Kosten

Gemeinderat

13.02.2015

Ärger über Schulbus-Kosten

Die Kosten der Schülerbeförderung in Ried übersteigen den Haushaltsansatz erheblich.

Drastischer Preisanstieg löst eine Debatte in Ried aus

Großes Erstaunen über die extrem gestiegenen Preise der Schülerbeförderung herrschte in der jüngsten Sitzung des Rieder Gemeinderats. Denn die tatsächlichen Kosten überschreiten den Haushaltsansatz von 46000 Euro erheblich und mussten als überplanmäßige Ausgabe bewilligt werden.

Über 27000 Euro mehr als geplant muss Ried für die Schülerbeförderung 2014 ausgeben. Der Betrag resultiert überwiegend aus vier nicht abgerechneten Vormonaten aus dem Haushaltsjahr 2013. So lautete die Erklärung in der Sitzungsvorlage. Grund dafür sei vor allem eine verzögerte Rechnungsstellung des Busunternehmens. Zum Zweiten seien auch die zu jedem neuen Schuljahr angefallenen Tariferhöhungen höher als prognostiziert ausgefallen. So belief sich der Einzelpreis pro Fahrt im Schuljahr 12/13 auf 186,13 Euro. Im Schuljahr 13/14 stieg dieser aufgrund der Übernahme der bis dahin im Mittelschulbus des Schulverbandes Mering mitgefahrenen Grundschüler auf 267,93 Euro an. Im aktuellen Schuljahr brachte die Abrechnung erneut eine Erhöhung auf 299,99 Euro. „Diese Preiserhöhungen sind mir zum Teil schon schleierhaft“, kommentierte Bürgermeister Erwin Gerstlacher die Mehrausgaben durch Preissteigerungen, die sich auf insgesamt rund 7400 Euro belaufen. Er wolle auf jeden Fall schnell das Gespräch mit dem Busunternehmen suchen und gegebenenfalls auch eine Neuausschreibung überlegen.

Unverständnis für die enormen Preiserhöhungen zeigte Claudia Mayer (Lebensqualität Ried) vor allem auch deshalb, weil der Busunternehmer mit dem Einsatz von kaum deutsch sprechenden Busfahrern und nicht gerade sehr modernen Fahrzeugen sichtlich kräftig einspare. Im Falle einer Neuausschreibung bat ihr Fraktionskollege Ingo Lanius noch einmal grundsätzlich zu bedenken, nicht nur auf den Preis zu achten. Denn neben der Quantität spiele auch der qualitative Gesichtspunkt der Schülerbeförderung eine Rolle.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Wir können jetzt nichts mehr machen, die Rechnungen sind da“, erklärte Erwin Gerstlacher, doch wolle man auf jeden Fall für die Zukunft der Sache nachgehen. Dazu soll auch mit Peter Bermann von der Gemeinde Kissing, dem Koordinator des Busverkehrs, gesprochen werden. Nicht selten wundere man sich auch, wenn leere Busse durch die Ortsteile fahren und an anderer Stelle Schüler lange Wartezeiten hätten oder die Fahrzeuge überfüllt seien.

„Vielleicht müsste man das ganze Schulbussystem einmal grundsätzlich überarbeiten“, schlug Johann Weiß (Freie Wähler) vor. Im Gespräch mit unserer Zeitung warnte Kämmerer Andreas Sausenthaler jedoch vor voreiligen Schlüssen und überstürzten Handlungen. „Als ersten Schritt sollten wir in aller Ruhe die Rechnungen anschauen und die Verträge prüfen und dann das Gespräch mit dem Busunternehmen suchen“.

lNeue Heizungsanlage für die Eismannsberger Wehr Keinerlei Diskussionen gab es um die Bewilligung einer weiteren überplanmäßigen Ausgabe. Weil die Heizungsanlage im Eismannsberger Feuerwehrhaus defekt ist, muss ein neues Brennwertgerät mit Abgasanlage und 120 Liter Warmwasserspeicher angeschafft werden. Die Lieferung und der Einbau belaufen sich auf rund 7700 Euro.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren