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Bürgerversammlung in Mering

15.03.2019

Ärger wegen Schlossmühle und Lärm am Badanger

Ein Meringer kritisierte bei der Bürgerversammlung, dass der Markt das Bürgerzentrum Schlossmühle aufgegeben hat.
Bild: Eva Weizenegger (Archiv)

Zahlreiche Anfragen und Anmerkungen bringen die Meringer vor. Dabei geht es um einige altbekannte Probleme.

Ruhestörungen am Badanger, der Verlust des Bürgerzentrums Schlossmühle und Probleme im Straßenverkehr – das waren die Themen, die die Meringer in der Bürgerversammlung zur Sprache brachten.

Hörmannsberger Straße Ein Bürger meldete sich zur Verkehrssituation an der Hörmannsberger Straße, der Staatsstraße 2052, zu Wort. Wie er berichtete, gebe es einen von insgesamt 80 Anliegern formulierten Antrag, hier eine Nordumfahrung zu schaffen. Er wollte wissen, wann dieser im Gemeinderat bearbeitet wird. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler erklärte, dass er den Stand des Projekts erst noch mit dem staatlichen Bauamt abklären wolle.

Schlossmühle und altes Kloster Dem Meringer Renatus Scheglmann missfällt es, wie der Markt Mering mit seinen Immobilien umgeht. Dafür griff er den Bürgermeister in harschen Worten an. Er kritisierte, dass die Kommune nach dem Aus der Sportgaststätte auch das Bürgerzentrum Schlossmühle aufgegeben hat. Das sei ein schäbiges Vorgehen in Anbetracht umfangreicher Eigenleistungen, die viele Meringer beim Bürgerzentrum eingebracht hätten. Und den Zustand des alten Klosters könne er nicht mit ansehen. Scheglmann schilderte, wie er nachts heimlich wuchernde Büsche und Unkraut zurückgeschnitten habe. Kandler hatte zuvor geschildert, dass die Gemeinde bei der Veräußerung der Schlossmühle kein Vorkaufsrecht geltend machen konnte. Bezüglich des alten Klosters argumentierte er, dass es sich nicht lohne zu investieren, solange nicht geklärt sei, wie es mit dem Gebäude überhaupt weiter gehen soll.

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Viele Fragen zum Baugebiet an der Bürgermeister-Heinrich-Straße

Baugebiet Bgm-Heinrich-Straße Eine Reihe von Fragen hatte Hans Günter Hagspihl aus der Johann-Lipp-Straße zum benachbarten Baugebiet an der Bürgermeister-Heinrich-Straße. Er wollte wissen, ob an der Straße noch Bäume gepflanzt werden. Laut Kandler werde dies gerade vom Marktbauamt bei dem Bauträger angemahnt. Außerdem machte der Anwohner darauf aufmerksam, dass zur Unterberger Straße hin keine Beleuchtung mehr vorhanden ist. Kandler berichtete, dass der dafür notwendige Grunderwerb sich schwierig gestalte (wir berichteten). Außerdem berichtete Hagspihl, dass das Blockheizkraftwerk in dem Wohnbaugebiet oft so laut sei, dass die Altanwohner nur noch bei geschlossenen Fenstern schlafen konnten. Kandler erklärte, dass er nachsehen wolle, ob im Bebauungsplan hier Grenzwerte festgelegt seien. Ansonsten bleibe den Betroffenen nur der Klageweg.

Straße Baierberg-Meringerzell Ein Anwohner erkundigte sich, wie es mit dem geplanten Ausbau der Verbindungsstraße Meringerzell-Baierberg voran geht. Kandler erläuterte, dass nichts vorwärts geht, weil ein Grundstücksbesitzer sich weigert, erforderliche Flächen zu verkaufen. Ein anderer Baierberger regte an, wenigstens die gröbsten Schäden zu beheben. Kandler sieht den Zustand jedoch als soziales Druckmittel gegen den Verkaufsunwilligen. Er appellierte an die Betroffenen in den beiden Ortsteilen, sich noch einmal zusammenzusetzen und vielleicht doch eine Lösung zu finden.

Badanger Anwohner Josef Hanrieder machte in markanten Worten seinem Unmut Luft darüber, was sich an der Bahnbrücke auf dem Freizeitgelände am Badanger abspielt. Wie berichtet, haben Anwohner hier vor allem in der Freiluftsaison massiv unter Gruppen von Jugendlichen zu leiden, die sich hier treffen. In seinem Garten in der Rosengasse findet Hanrieder immer wieder Müll und Glasscherben. Einen Eimer voll habe er dem Bürgermeister bereits vorbei gebracht. Ganz zu schweigen vom Geräuschpegel, den Jugendliche mit ihren „Krawallmaschinen“ verursachen. Er versprach, sich auf die Lauer zu legen. „Der nächste, den ich erwisch, der klaubt mir die Glasscherben mit der Zunge auf. Dann wird er nicht mehr so blöd daher reden“.

Bürgermeister Hans-Dieter Kandler drückte sein Verständnis aus. „Ja, das ist ein richtiges Ärgernis“, sagte er. Die Gemeinde Mering habe jedoch kein Patentrezept, um gegen solche Störungen vorzugehen. Es solle jedoch zum Start der Freiluftsaison eine Besprechung mit der Polizeiinspektion Friedberg geben. Dabei wolle Kandler sich auch beraten lassen, welche Maßnahmen der Markt Mering noch treffen könnte.

Lesen Sie auch diesen Artikel: Bewegende Rede: Kandler erklärt, warum er aufhört

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