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Umwelt

31.03.2015

Aktionsgemeinschaft kritisiert Pläne für die Osttangente

Landverbrauch, Kosten und Verkehr werden kritisch gesehen. Auch das Thema Müll ist nach wie vor aktuell

Gegen die geplante Augsburger Osttangente formiert sich der Widerstand. Die Aktionsgemeinschaft Lebensraum Lechleite/Lebenswertes Lechtal (AGLL) prangert den Flächenverbrauch für den Bau der Straße an, die von der Autobahn bei Derching über Friedberg, Kissing und Mering zur B17 bei Königsbrunn führen soll.

Bei der Jahreshauptversammlung der AGLL waren sich die Mitglieder einig, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt die weitere Vorgehensweise der Politik genau beobachtet werden muss. Um Derching herum habe sich die Verkehrsbelastung durch den Ausbau der AIC 25 neu, den Autobahnanschluss sowie die Verkehrsströme durch das Industriegebiet ungeheuer verstärkt. Wertvolles Ackerland, Naturschutz- und Biotop-Flächen bei Kissing und Naherholungsgebiete beim Baggersee in Friedberg sollten wieder einmal dem „Goldenen Kalb Straßenbau“ geopfert werden, wurde laut einer Pressemitteilung kritisiert. Ganz zu schweigen von den Kosten in Höhe von 180 Millionen Euro, wobei es bis zur Fertigstellung bei dieser Summe sicher nicht bleiben werde.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurde Josef Metzger als Vorsitzender bestätigt. In seinem Rechenschaftsbericht ging er auf die Infoveranstaltungen bezüglich des geplanten Gaskraftwerkes in Lechhausen und zum Jahr der Abfallvermeidung ein. Praktischen Naturschutz gab es bei der Biotop-Pflege in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Aichach-Friedberg.

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Metzger erinnerte an die Aktivitäten zur Einführung der Gelben Tonne im Landkreis Aichach/Friedberg, die die AGLL ablehnt. Der Kreistag hat sich inzwischen ebenfalls für die Beibehaltung der Wertstoffhöfe entschieden. Die AGLL nimmt laut Metzger über den Dachverband „Das bessere Müllkonzept“ Einfluss auf eine gute Ausgestaltung des neu geplanten Wertstoffgesetzes. Die Einführung der Braunen Tonne ab Juni 2015 wird von der AGLL begrüßt, da diese Maßnahme die zu verbrennenden Mengen reduzieren wird.

Auch zum bereits abgeschlossenen Vertrag mit der Stadt Landsberg, 12000 Jahrestonnen Müll in der Abfallverwertungsanlage Augsburg (AVA) zu verbrennen, hat die AGLL eine Stellungnahme abgegeben. Metzger kritisierte, dass die Bestrebungen der Initiative, den dritten Ofen endlich abzuschalten, durch die Hereinnahme von weiterem Fremdmüll ad absurdum geführt werden. Durch das Verbrennen des angefahrenen Mülls aus Landsberg werden 7,6 Millionen Kubikmeter giftiger Abgase erzeugt.

Im Ausblick auf die geplanten Aktivitäten des laufenden Jahres und bei der anschließenden Diskussion war der angesprochene Ausbau der Kreisstraße AIC 25 zur vierspurigen Bundesstraße zwischen Derching und Königsbrunn das Hauptthema.

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