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Friedberg

14.06.2019

Aktiv-Ring bricht eine Lanze für Citymanager

Wer kümmert sich um die Friedberger Innenstadt? Der Aktiv-Ring hat sich vergeblich für den Verbleib von Citymanager Thomas David eingesetzt.
Bild: Aerobild Augsburg (Archiv)

Geschäftsführerin Renate Mayer sieht Friedberg dank Thomas David auf einem guten Weg.

Renate Mayer hat viele Briefe geschrieben und lange Telefonate geführt. Umso frustrierter ist die Geschäftsführerin des Aktiv-Rings, dass ihr Einsatz für Citymanager Thomas David vergeblich war. „Unsere Zusammenarbeit war von Anfang an positiv“, stellt sie fest. Dennoch hat der Friedberger Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, Davids Vertrags nicht zu verlängern (wir berichteten).

Nach Mayers Einschätzung war der Friedberger Einzelhandel mit der Unterstützung des Citymanagers auf einem guten Weg. Der erfolgreiche Marktsonntag unter dem Motto „Blumenfest“ und das Coaching durch die Rid-Stiftung sieht sie als Beleg für Davids gute Arbeit. „Das alles lag und liegt auf dem Tisch des Citymanagers“, stellt sie fest.

Friedberg Stärken besser präsentieren wollte Citymanager Thomas David, hier bei seinem Amtsantritt im Dezember 2017.
Bild: Thomas Goßner

In ihrem Schreiben an Bürgermeister und Stadträte verwies Renate Mayer auf die Anerkennung, auf die die gemeinsamen Bemühungen an anderer Stelle gestoßen sind. „Friedberg hat kapiert, wie wichtig die Marktsonntage für den Einzelhandel sind“, zitiert sie den Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Bayern, Wolfgang Puff.

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Lob von allen Seiten für den Marktsonntag in Friedberg

Und auch Götz Beck von der Regio Tourismus GmbH zollte Lob für das neue Konzept der Marktsonntage: Für Augsburg würde er sich so etwas auch wünschen, sagte er: „Aber weder Stadt noch Einzelhandel und weitere Ehrenamtliche sind miteinander vernetzt, wie es in Friedberg der Fall ist.“ Ebenso positiv sind die Rückmeldungen der Geschäftsleute zum neuen Konzept der Marktsonntage. Sogar von „zu vielen Kunden“ war die Rede.

Der Stadtrat war jedoch zu einer anderen Bewertung von Davids Arbeit gekommen. „Niemand weiß so recht, was er macht“, kritisierte SPD-Fraktionschef Roland Fuchs. Ins Anforderungsprofil hatte der Stadtrat bei der Stellenausschreibung im Herbst 2017 eine ganze Liste von Aufgaben geschrieben – von der Mitgliederwerbung für den Aktiv-Ring über die Entwicklung eines Lieferservice und das Leerstandsmanagement bis hin zur Mitarbeit eines Verkehrs- und Parkraumkonzepts.

Der Friedberger Stadtrat vermisst Macherqualitäten

Selbst um das Quartiersmanagement im Rahmen der Altstadtsanierung und um die Ansiedlung neuer Firmen als Teilzeit-Wirtschaftsbeauftragter sollte er sich kümmern. Die Politik vermisste am Ende jedoch die Macherqualitäten bei David.

Sie selbst will trotz des Frusts über die Stadtratsentscheidung weitermachen: „Die Geschäftsführerin des Aktiv-Rings hält dagegen: „Wir wollten einen Strategen.“ David sei dafür genau der richtige Mann, um langfristig Perspektiven für die Friedberger Geschäftswelt zu entwickeln. „Handwerker sind wir selber“, sagt Renate Mayer mit Blick auf die vielfältigen Aktionen, die unter dem Dach des Friedberger Verkehrsvereins organisiert werden. „Wir haben etwas vorzuweisen.“

Wie geht es mit dem Stadtmarketing in Friedberg weiter?

Wie geht es weiter, wenn der Thomas David Friedberg verlässt? „Das Citymanagement soll fortgeführt werden“, wünscht sich Renate Mayer – und zwar in der strategisch ausgerichteten Form, wie es bislang der Fall war. Sie selbst will trotz des Frusts über das Stadtratsvotum weitermachen: „Mein Herz schlägt für Friedberg.“

Lesen Sie dazu den Kommentar von Thomas Goßner So verstolpert Friedberg das Stadtmarketing

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