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Friedberg

24.08.2020

Als Friedbergs Marienplatz noch Marktplatz hieß

Die historische Ansicht der Nordseite des Marienplatzes ist aus Aufnahmen der Jahre 1886 bis 1936 zusammengesetzt.
Bild: Klaus Theilacker

Plus Klaus Theilacker zeigt in seinem Buch, wie sich die Ansicht Friedbergs im Laufe eines knappen Jahrhunderts verändert hat. Hier ein Einblick.

Das alte Panorama des Friedberger Marienplatzes wurde aus sieben unterschiedlich alten Teilbildern zusammengesetzt. Der Bildvordergrund von 1936 zeigt einen Pferdemarkt mit vielen Uniformierten. Nach der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte im Zuge des Aufbaus der Deutschen Wehrmacht ein Aufruf, bei dem alle Pferde gemustert und erfasst wurden. Zweifelsohne diente dies bereits als Vorbereitung für spätere Aktivitäten, die dann zum Zweiten Weltkrieg führten.

Ganz links am Bildrand ist das Anwesen Hartl zu sehen. Der Vorgängerbau des heutigen Jugendstilhauses war ein lang gezogener, schmuckloser Bau mit einer Hofeinfahrt mit Torbogen. Die Marien-Apotheke rechts davon besteht seit 1804 und wurde erst etwa um 1900 mit dem prächtigen Volutengiebel verziert, der passend zu dem Schneckengiebel des Rathauses geformt wurde.

Friedberger Jesuitenkolleg wurde zur Stadtverwaltung

Rechts davon ist das ehemalige Bezirksamtsgebäude zu sehen. Es entstand ursprünglich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Filiale des Augsburger Jesuiten-Kollegiats mit Unterstützung der Fugger. Heute ist hier der Sitz des Bürgermeisteramtes. Wiederum rechts davon folgt die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstandene Listbrauerei.

Die aktuelle Aufnahme des Friedberger Marienplatzes entstand 2017.
Bild: Klaus Theilacker

In dem Haus mit dem schönen Steherker folgte dann der Baudrexel-Bräu. Später gelang das Gebäude in den Besitz der Stadt und wurde abgerissen. Unter Wahrung der schönen Giebelseite entstand dann an dieser Stelle als Neubau ein Verwaltungsgebäude der Stadt Friedberg. Rechts der Uhrmachergasse folgt das teilweise sichtbare Kreitmayrhaus, das Stammhaus der Uhrmacherfamilie Kreitmayr.

Wochenmarkt auf dem Marienplatz von Friedberg

Ursprünglich hieß der Marienplatz Marktplatz. Erst lange nach der Umbenennung wurde hier wieder regelmäßig ein Markt abgehalten. Das neue Panoramabild besteht aus vier Einzelfotos, die aus einem Fenster des Rathauses geschossen wurden. Es zeigt den jeweils am Freitag stattfindenden und gut frequentierten Wochenmarkt. Im Wesentlichen werden hier Gemüse, Eier, Brot, Käse, Fleisch und Fisch angeboten.

Bilder und Texte sind dem Buch „Friedberg – Entwicklung der Stadt in Großpanoramen“ entnommen. Es ist erhältlich unter klaus.theilacker@web.de.

Lesen Sie dazu: Klaus Theilacker veröffentlicht neues Fotobuch über Friedberg

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