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Affing

28.07.2010

Alte Schule muss weichen

Das alte Affinger Schulhaus soll einem Neubau weichen. Für diese Variante (linkes Bild unten) entschied sich eine klare Mehrheit im Gemeinderat. Die Varianten Langbau (Mitte) und Langbau mit 1B-Altbau (oben) fielen klar durch. Durch den Tausch am Schlossplatz ist die Kommune jetzt im Besitz der hellblau eingezeichneten Flächen. Fotos: Martin Golling
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Das alte Affinger Schulhaus soll einem Neubau weichen. Für diese Variante (linkes Bild unten) entschied sich eine klare Mehrheit im Gemeinderat. Die Varianten Langbau (Mitte) und Langbau mit 1B-Altbau (oben) fielen klar durch. Durch den Tausch am Schlossplatz ist die Kommune jetzt im Besitz der hellblau eingezeichneten Flächen. Fotos: Martin Golling

Die alte Affinger Schule (bekannt als 1B) soll für einen Rathaus-Neubau in Kubusform weichen. Im Affinger Gemeinderat fiel diese erste Entscheidung für die Neugestaltung des Ortskerns: Eine klare 18:2-Mehrheit entschied sich für eine bessere Sicht auf die Staatsstraße für Fahrzeuge, die aus dem Mühlweg abbiegen, für eine freiere Gestaltung des gesamten Schlossplatzes und für ein moderneres Rathaus-Gebäude auf dem Grundstück, das erst durch den Tausch mit Marian von Gravenreuth genügend Größe hat für den nun favorisierten Kubus.Von Martin Golling

Affing Die alte Affinger Schule (bekannt als 1B) soll für einen Rathaus-Neubau in Kubusform weichen. Im Affinger Gemeinderat fiel diese erste Entscheidung für die Neugestaltung des Ortskerns: Eine klare 18:2-Mehrheit entschied sich für eine bessere Sicht auf die Staatsstraße für Fahrzeuge, die aus dem Mühlweg abbiegen, für eine freiere Gestaltung des gesamten Schlossplatzes und für ein moderneres Rathaus-Gebäude auf dem Grundstück, das erst durch den Tausch mit Marian von Gravenreuth genügend Größe hat für den nun favorisierten Kubus. Der Würfelbau steht symbolisch ebenso für das 1B wie für das Affinger Schloss, das ähnliche Konturen aufweist. Vor einer Woche wurden den Bürgern die Varianten in einer Infoveranstaltung vorgestellt, jetzt stimmte der Rat ab.

Variante eins Die alte Schule wird saniert und ein neuer Langbau entlang der Nordgrenze des Grundstücks wird Sitz der Verwaltung (Abstimmung: 2:18).

Variante zwei Das 1 B wird abgerissen und ein langer, schmaler Bau für ein Rathaus an der nördlichen Grundstücksgrenze lässt im Süden einen neuen Platz entstehen (Abstimmung: 0:20).

Alte Schule muss weichen

Variante drei Das 1 B wird durch einen Bau ersetzt, der ihm nachempfunden ist (Abstimmung: 18:2).

Auch 39 von 71 Bürgern hatten sich in einem Fragebogen für diese Lösung ausgesprochen.

Diskussion Schließlich stimmten lediglich Willi Kosub und Hubert Brucklachner für den Erhalt des Jugendstilgebäudes aus dem Jahr 1906. Dem ging eine lange Diskussion voraus: Einen ersten Versuch, das 1B zu retten, hatte Hubert Brucklachner unternommen: "Ihre Gebäude könnten in Neukölln oder sonst wo stehen", sagte er zum Architekten Manfred Lux. Dritter Bürgermeister Georg Brandmeier gestand, er hätte mit seiner Entscheidung Probleme bekommen, wenn die Affinger Räte mit einer Stimme Mehrheit den Erhalt des 1B gefordert hätten. Willi Kosub sprach von einem "schlechten Signal" an andere, private Grundstücksbesitzer. Das sah Bürgermeister Rudi Fuchs nicht so. Das 1B stehe nicht unter Denkmalschutz.

"Wenn ich alles hin und her wäge, schlägt die Waage für Variante 3 aus", sagte Fuchs. Der Bürgerentscheid von 2006 sage klar, das Gelände sei freizuhalten für ein Rathaus. "Wenn wir das Rathaus wollen, sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, die unsere Zeit bietet", riet Fuchs kurz vor der Abstimmung. Wichtig war die Aussage von Architekten Lux zu den Maßen des Kubus: "Er ist um ein Drittel größer als das 1B und um ein Drittel kleiner als das Schloss." Auch wenn die Entscheidung des Gemeinderats deutlich ausfiel, muss sie nicht endgültig sein. Denn schon 2006 hatte sich eine große Mehrheit im Rat für den Neubau eines Feuerwehrhauses auf dem Platz des 1B ausgesprochen.

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