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Dasing

25.07.2018

Altes Feuerwehrauto soll in Dasing bleiben

Für das 27 Jahre alte Feuerwehrauto ist in der neuen Flotte der Feuerwehr Dasing kein Platz mehr. Es wird an einen privaten Sammler verkauft.
Bild: Michael Wiesner (Symbolbild)

Die Gemeinde möchte das Fahrzeug an einen privaten Sammler aus dem Ort verkaufen. Was in der letzten Sitzung vor der Sommerpause noch im Rat besprochen wurde.

Mit nur einer Gegenstimme haben die Räte beschlossen: Das ausrangierte, 27 Jahre alte Fahrzeug der Feuerwehr Wessizell wird in der Gemeinde bleiben. Ursprünglich war geplant, das Auto über eine Plattform im Internet zu verkaufen. So geht die Gemeinde üblicherweise mit alten Fahrzeugen vor. Das Feuerwehrauto ist jedoch ein Sonderfall, so sehen es auch die Mitglieder des Gemeinderats. In drei Jahren erhält es den Oldtimerstatus.

Martin Menzinger (Aktive), der den Antrag in der vorherigen Sitzung des Gemeinderats eingebracht hatte (wir berichteten), begründete: „Ich habe das Fahrzeug 27 Jahre lang gepflegt, es ist mir ans Herz gewachsen.“ Martin Menzinger ist selbst Mitglied der Feuerwehr. Der Kaufinteressent ist seit 40 Jahren bei der Feuerwehr aktiv. „Er hat enorm viel für die Wehr geleistet“, sagte Anton Menzinger (Freie Wähler). „Ich bin mir absolut sicher, dass er das Auto nie verkaufen würde“, bekräftigte Martin Menzinger. Einzelne Ratsmitglieder äußerten Bedenken, dass der neue Besitzer das Fahrzeug eines Tages verkaufen könnte. Peter Fiehl (CSU) schlug vor, im Vertrag eine Klausel aufzunehmen, die der Gemeinde das Recht einräumt, das Fahrzeug in so einem Fall zurückzukaufen. Der Hintergrund: Falls die Nachkommen des Käufers sich eines Tages dazu entscheiden, sich von dem alten Feuerwehrauto zu trennen, könnte es in Dasing bleiben. Im Beschluss ist nun vermerkt, dass die Gemeinde das Fahrzeug dem Interessenten nur verkaufen wird, wenn er dem Rückkaufsrecht zustimmt. Ansonsten wird Dasing das Auto selbst behalten. Ein Verkauf über die Internetplattform ist vom Tisch.

Feuerwehr Burgadelzhausen erhält Zuschüsse

Auch in einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigten sich die Räte mit der Feuerwehr: Wenn es im Ortsteil Zieglbach brennt, rückt die Wehr der Nachbargemeinde Burgadelzhausen zum Löschen aus. Für die Feuerwehrleute aus Zieglbach, die sich bei der Wehr in Burgadelzhausen engagieren, erstattet Dasing regelmäßig bestimmte Kosten. Zum Beispiel für die Schutzkleidung. Seit 2005 besteht diese Vereinbarung mit der Gemeinde Adelzhausen. Bis einschließlich 2016 habe man 4000 Euro an die Nachbarn überwiesen, erklärte Bürgermeister Erich Nagl in der Sitzung. Nun fordere Adelzhausen auch Zuschüsse für das Feuerwehrhaus und die Autos, so Nagl. Er machte den Vorschlag, der Gemeinde in Zukunft eine pauschale von 1000 Euro jährlich zu überweisen, um damit sämtliche Kosten abzudecken.

Anton Plöckl sprach sich gegen den Vorschlag aus. „Ich finde 500 Euro im Jahr reichen, unsere Leute helfen denen im Gegenzug ja auch.“ Wie viele Bürger aus Zieglbach sich aktuell in der Feuerwehr engagieren, konnte Nagl auf Nachfrage des Gemeinderats nicht genau sagen. Er schätzte die Zahl auf aktuell sieben Aktive. Anton Menzinger widersprach Plöckl und betonte: „Wir sind auf die Kameradschaft unserer Nachbarn angewiesen.“ Menzinger schlug vor, im Beschluss zu ergänzen, dass die Verwaltung regelmäßig darüber informiert wird, wie viele Zieglbacher in der Burgadelzhausener Wehr aktiv sind. Mit dieser Änderung beschlossen die Räte, die 1000 Euro jährlich an die Nachbarn zu überweisen.

  • Mobilfunk Nagl kündigte an, dass der Dasinger Mobilfunkmast in nächster Zeit auf den neuen Mobilfunkstandard LTE erweitert wird.
  • Neue Straßenlaternen In Unterzell werden an der Unterzeller Straße in Höhe der Hausnummer 2 neue Straßenlaternen installiert. Einen entsprechenden Antrag der Anwohner hatten die Räte im vergangenen Jahr noch aus Kostengründen abgelehnt. Nun übernehmen die Anwohner die Hälfte des Betrags für die beiden Lampen. Dazu die Tiefbauarbeiten. Die Gemeinde wird rund 2000 Euro ausgeben.
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