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Hofhegnenberg

16.08.2010

Altes Schloss mit neuem Besitzer

Altes Schloss mit neuem Besitzer
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Nicht mehr lange ist Schloss Hofhegnenberg eine Baustelle (oben). Der historische Kachelofen wird nach der Reparatur wieder originalgetreu zusammengesetzt (links). Liebevoll renoviert wird der Flur des Schlosses (rechts). Fotos: Brigitte Glas

Das Schloss ist alt, aber der Besitzer ist neu. Dr. Dr. Peter Löw wird ab Spätherbst mit seiner Familie in dem komplett renovierten Anwesen wohnen. Im Gemeinderat von Steindorf wurde seit längerem praktisch in jeder Sitzung ein entsprechender Bauantrag behandelt. Die Räte vermissten bislang ein Gesamtkonzept - gibt es nun eines? Von Brigitte Glas

Hofhegnenberg. Das Schloss ist alt, aber der Besitzer ist neu. Dr. Dr. Peter Löw wird ab Spätherbst mit seiner Familie in dem komplett renovierten Anwesen wohnen. Im Gemeinderat von Steindorf wurde seit längerem praktisch in jeder Sitzung ein entsprechender Bauantrag behandelt (wir berichteten).

Die Räte vermissten ein Gesamtkonzept und die Hofhegnenberger Bürger beäugten höchst kritisch die Um- und Ausbaumaßnahmen in ihrer Nachbarschaft. Wer ist das, der nach dem Kauf noch so viel Geld in das alte Gemäuer investieren kann, fragten sie sich und vor allem: Was soll dort einmal geschehen? Inzwischen hat Löw im Gemeinderat sich und seine Pläne vorgestellt. Es ändert sich nicht viel: Das Schloss ist bewohnt, der Hofer Plätzchenmarkt findet wieder statt und in der Kapelle werden mehrmals im Jahr Gottesdienste abgehalten. Keine Großveranstaltungen, keine Sekte. Löw will mit seiner Frau und den sechs Kindern das Schloss vor allem als Wochenenddomizil nutzen und gelegentlich mit Geschäftsfreunden feiern.

Sein größtes Anliegen sei es, das Schloss wieder in seinen Originalzustand zu versetzen. So habe er die Nachkriegseinbauten weitgehend entfernen lassen. Im Erdgeschoss und im ersten Stock des historischen Teils werde möglichst wenig verändert. Ins Dachgeschoss kämen Kinderzimmer und die Wohnräume der Eltern. Ein Aufzug und Räume für das Personal seien eingebaut. Saniert werde noch der große Festsaal.

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Neu dazu kommen von außen zugängliche Toiletten für Festgäste. Eine große Baumaßnahme sei der Wiederaufbau des eingestürzten Turms. Geplant ist sie, aber noch nicht genehmigt. Eines der alten Wirtschaftsgebäude solle wieder aufgebaut werden, eine Gastwirtschaft sei im Gespräch. Der ehemalige Kuhstall werde als Garage für die Oldtimer genutzt.

Kritisiert wurde Löw wegen seines "scheibchenweisen" Vorgehens. Dies hatte mehrere Gründe. Laut Projektleiter Wolfgang Kotzur wollte man unkonventionell vorgehen. Ein Architekturbüro hätte zwei Jahre für die Planung gebraucht. Und während der Umbaumaßnahmen sei man immer wieder auf Probleme gestoßen. Löw sagte, es liege an den Wünschen des Landesdenkmalamtes. Es sei nach deren Aussage nicht möglich, ein solches Projekt als Ganzes zu genehmigen. Bis zu 80 Arbeiter waren zeitweise auf der Baustelle. Wenn alles nach Plan läuft, zieht der neue Schlossherr bis Oktober ein.

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