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Kissing

13.03.2018

Ambulante Pflege nun auch aus Kissing

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Seit Anfang Februar bietet das Haus Gabriel auch eine ambulante Pflege für ältere und pflegebedürftige Menschen an. Das Angebot richtet sich an Menschen in der Gemeinde und der Umgebung. (Sym

Das Seniorendomizil Haus Gabriel erweitert sein Angebot. Es wird von den Betroffenen gut angenommen. Seit Februar bietet es zudem drei Tagespflegeplätze

Häusliche Pflege nimmt immer mehr Raum ein. So lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu bleiben, ist für die meisten älteren und pflegebedürftigen Menschen der größte Wunsch. Gemäß dem Trend hat nun auch das Haus Gabriel sein Angebot um die ambulante Pflege erweitert. Seit Anfang Februar bietet das seit 2009 in Kissing ansässige Seniorendomizil im Auftrag der Ulmer Compassio-Gruppe auch eine ambulante Versorgung für die Gemeinde und Umgebung.

„Wir kriegen täglich neue Anfragen rein“, freut sich Sigrid Klein. Sie ist die neue Pflegedienstleiterin mit Büro in der stationären Einrichtung in der Bahnhofstraße 40d. Ihr zur Seite stehen drei Pflegefachkräfte, eine Hauswirtschafterin und eine Pflegehelferin. „Viele Leute sind froh, dass es jetzt ein solches Angebot direkt vor Ort gibt und das Haus Gabriel kennt man schon.“ Bereits vor zwei Jahren kündigte Compassio-Geschäftsführer Wolfgang Frühschütz eine ambulante Pflege für Kissing an und liebäugelt auch mit einem Bau für betreutes Wohnen in unmittelbarer Näher des Seniorendomizils in der Bahnhofstraße. Die Ulmer Unternehmensgruppe betreibt 29 Seniorendomizile im süddeutschen Raum und zog nun sukzessive mit ambulanter Pflege an mittlerweile 15 Standorten nach.

In Kissing wird ein Umkreis von 30 Kilometern abgedeckt. „Wir haben auch schon einige Patienten aus Mering, Ried und Baindlkirch“, gibt Sigrid Klein Auskunft. Die Pflegedienstleiterin, die personell der Einrichtungsleiterin Yvonne Friedrichs unterstellt ist, kann auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen. Die letzten zwölf Jahre war sie Pflegedienstleiterin bei der ökumenischen Sozialstation Gersthofen und leitete neben der ambulanten Pflege auch zwei Tagespflegen.

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Bei der Rekrutierung des bekanntlich raren Pflegepersonals wurden auch hauseigene Fachkräfte angesprochen. Martina Geißler ist eine von ihnen. In ihren 20 Jahren Berufserfahrung in der Pflege lernte sie sowohl die Arbeit im stationären als auch im ambulanten Bereich kennen.

Zuletzt war sie in einem Wohnbereich im Haus Gabriel tätig und nutzte nun die Gelegenheit, wieder in den ambulanten Dienst zurückzukehren. Dort schätzt sie die größere Eigenverantwortung und Selbstständigkeit sowie die Möglichkeit, sich, wenn auch nur wenige Minuten, dann aber voll und ganz auf einen Patienten konzentrieren zu können.

Die ambulante Versorgung daheim startet oft mit der Unterstützung in der Hauswirtschaft. „Hier brauchen viele Senioren als erstes Hilfe.“, weiß Sigrid Klein, „und die wollen wir auch leisten“. Durch das Zusammenspiel mit dem Haus Gabriel kann der Pflegedienst bei Bedarf auch Essen aus der hauseigenen Küche in Wärmebehältern anliefern. Unter der Devise „Alles aus einer Hand“ bietet das Kissinger Seniorendomizil neben der bisherigen Dauer- und Kurzzeitpflege neuerdings auch eine Tagespflege. „Bis zu drei Tagesgäste, in jedem Wohnbereich einer, wurden von uns genehmigt“, bestätigt Gabriele Bott von der Heimaufsicht im Landratsamt Aichach-Friedberg. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Pflegestärkungsgesetzes wurden mehr Gelder für die Tagespflege zur Verfügung gestellt.

Zehn ambulante Pflegedienste im Landkreis führt das Referat Altenhilfe im Landratsamt mit seinem Sachgebietsleiter Alf Neumeier auf. In Kissing gibt es mit dem Pflegedienst Alberta noch ein zweites ambulantes Angebot. Dieser versorgt jedoch mit seinem Intensivpflege- und Heimbeatmungsdienst ganz spezielle Kunden. Zufrieden über die zusätzliche Möglichkeit ambulanter Pflege zeigt sich Ina Albes von der Seniorenberatung im südlichen Landkreis, einer Fachstelle auch für pflegende Angehörige. Die Meringer Sozialstation leiste sehr gute Arbeit, aber es habe auch schon den Fall gegeben, dass keine Patienten mehr aufgenommen werden konnten. Wenn es eine größere Vielfalt an Angeboten gebe, könne sich der Patient das für ihn Passende heraussuchen. Allgemein erkennt die Fachfrau einen Trend vieler Einrichtungen, alles aus einer Hand anzubieten, von der ersten Beratung über den Hausnotruf und Essen auf Rädern bis zur Pflege.

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