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15.05.2015

Anblick schockt selbst die Rettungskräfte

BRK Friedberg hat 35 Leute nach dem Sturm im Einsatz

Allein an die 35 Helfer rückten vom BRK Friedberg an, 100 Einsatzkräfte stellte der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes insgesamt. Der Leiter des BRK-Rettungsdienstes, der Derchinger Thomas Winter, arbeitet seit vielen Jahren in seinem Beruf. Doch so etwas hat er noch nie erlebt: „Was da für Kräfte wirken – Dachplatten haben sich bis zu zehn Zentimeter in die Wand gebohrt. Massive Stahlträger hat der Tornado in den Boden gerammt. Ich musste selbst mal kurz stehen bleiben, um das überhaupt zu begreifen“, berichtet er.

Der Anblick von zerstörten Häusern und verwüsteten Straßen ließen ihn und seine Helfer das Schlimmste erwarten. Dass es in der Sturmnacht nur sieben Verletzte zu versorgen gab, grenzt für ihn an ein Wunder. Bis vier Uhr morgens waren seine Leute vor Ort, die Ersten rückten jedoch schon um 6 Uhr morgens wieder an, um die Verpflegung der Betroffenen, aber auch der vielen, vielen Helfer weiter zu gewährleisten. Auch der Friedberger Georg Lehmacher war als Ehrenamtlicher mit dem BRK ausgerückt. Diese Nacht wird er wie so viele andere nicht vergessen.

Nach dem Tornado: Nie mehr irgendwo sicher fühlen

Er erzählt von einer Frau, die ihr Dach über dem Kopf verloren hat: „Sie hat zu mir gesagt, sie wird sich in ihrem Leben in keinem Moment und an keinem Ort mehr sicher fühlen.“ Eine Naturkatastrophe, wie man sie sonst nur als Bilder aus fernen Gegenden kennt, ist plötzlich ganz nah herangerückt. „Wir als Helfer waren auch schockiert“, sagt Lehmacher. (gön)

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