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Mering

06.03.2019

Ankerzentrum: Regierung von Schwaben will Mering nicht alleinlassen

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Die leerstehende Unterkunft an der Hörmannsberger Straße 18 in Mering möchte die Regierung nun als Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth nutzen.
Bild: Peter Stöbich

Plus In Mering soll es eine Infoveranstaltung zum Ankerzentrum geben. Pressesprecher Karl-Heinz Meyer (Regierung von Schwaben) gibt schon jetzt wichtige Antworten.

Wie kam es auf 176 Menschen, die nun in Mering eine Zuflucht finden sollen?

Meyer: Woher die genannte Belegungszahl von circa 120 Flüchtlingen kommt, können wir nicht nachvollziehen. Laut Baugenehmigung ist eine Belegung mit bis zu 176 Personen vorgesehen.

Wer übernimmt die Information der Bürger in der Marktgemeinde Mering und wohin können sich die Bürger wenden?

Meyer: Nachdem der Bürgermeister von uns über das Vorhaben informiert wurde, hat dieser zu einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag eingeladen. Im Nachgang zu dieser Sitzung wird die Regierung vor Inbetriebnahme der Anker-Dependance in Absprache mit dem Markt auch noch eine gesonderte Informationsveranstaltung für die Bürger durchführen.

Karl-Heinz Meyer, der Pressesprecher der Regierung von Schwaben
Bild: Sebastian Musolf

Gibt es besondere Herausforderungen, die auf die Verwaltung zukommen?

Meyer: Die Unterbringung in den beiden Augsburger Anker-Dependancen läuft bisher ohne nennenswerte Probleme, die internen Abläufe und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Stellen haben sich sehr gut eingespielt. Wir gehen davon aus, dass dies auch in Mering gelingen wird, zumal wir bei der Zusammensetzung der Bewohner auf eine sozialverträgliche Belegung achten, damit nach Möglichkeit erst gar keine Konflikte entstehen.

Gibt es für Initiativen, Flüchtlingshelferkreise Hindernisse um in die Einrichtung zu gelangen und mit den Menschen Kontakt aufzunehmen?

Meyer: Nach unserer Hausordnung sind Besucher in der Einrichtung nur eingeschränkt zugelassen, um Sicherheitsstörungen auszuschließen und unsere Bewohner, insbesondere vulnerable Gruppen wie Frauen und Kinder, bestmöglich zu schützen. Ehrenamtliche, die eine durch unsere Ehrenamtskoordination geprüfte und zugelassene Tätigkeit auf dem Einrichtungsgelände ausüben, erhalten jedoch Zutritt über einen speziellen „Ehrenamtsausweis“.

Werden den Ehrenamtlichen, die gerne helfen wollen, irgendwelche Hilfestellungen angeboten?

Meyer: Wir planen auch in der Anker-Dependance Mering die Einrichtung einer Ehrenamtskoordination, um die ehrenamtlichen Aktivitäten für unsere Bewohner mit bestehenden Strukturen vor Ort vernetzen zu können und den Unterstützern entsprechende Hilfestellungen anzubieten.

Inwiefern wird die Infrastruktur der Kommune benötigt und wird von Seiten der Regierung abgeklärt, ob notwendige Betreuungseinrichtungen, Plätze in Grundschulen usw. vorhanden sind?

Meyer: In den Anker-Dependancen werden derzeit neben alleinreisenden Erwachsenen nur Familien oder alleinreisende Frauen untergebracht, deren Kinder nicht schulpflichtig sind und keinen Anspruch auf einen Kita- oder Kindergartenplatz haben.

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