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Sitzung

24.04.2019

Anschaffung des neuen Unimogs verschoben

Der Unimog gilt als Universalfahrzeug für Arbeiten am Bauhof.

Das Fahrzeug wird für den Bauhof benötigt. Kissinger Gemeinderäte diskutieren über Leasing oder Kauf

Leasen oder kaufen? Das ist eine Frage, vor der nicht nur Privatleute stehen, die sich ein neues Auto zulegen wollen. Auch die Gemeinde Kissing rätselt zurzeit darüber, wie sie vorgehen soll. Dabei geht es allerdings um einen Unimog für den Bauhof. Der Leasingvertrag für den alten läuft im Mai dieses Jahres aus.

Die Verwaltung empfahl nun in der vergangenen Gemeinderatssitzung, ein neues vergleichbares Fahrzeug zu leasen. Die bisherige Rate betrug rund 1785 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von 60 Monaten. Der neue Leasing-Unimog würde bei der gleichen Laufzeit rund 1659 Euro pro Monat kosten.

SPD-Sprecher Ronald Kraus fragte, warum das bisherige Fahrzeug nicht von der Gemeinde übernommen wird. Bauamtsleiter Alfred Schatz gab zu bedenken, dass bei dem alten Unimog die EDV immer wieder aktualisiert werden musste. „Das Fahrzeug war das erste aus der Reihe.“ Daher rate die Verwaltung von einem Kauf ab.

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CSU-Sprecher Franz-Xaver Sedlmeyr gab zu bedenken, dass ein Kauf vielleicht auch eine Option sei im Hinblick auf die Leasingraten. Dabei käme über 60 Monate eine stattliche Summe zusammen. Ludwig Asam von den Grünen fragte, ob dafür das Geld im Haushalt vorhanden sei. Kämmerer Klaus Metzger sah kein Problem, da 230000 Euro für den Erwerb eines Lastwagens eingeplant seien. „Wenn das nicht gebraucht wird, könnten wir den anderen Wagen kaufen.“

Gemeinderat Robert Sturm, der Spediteur ist, brachte eine weitere Option in die Diskussion. In seiner Firma würden Lastwagen per Mietkauf angeschafft. Ein Fahrzeug wird dabei zunächst gemietet, kann jedoch zu jedem Zeitpunkt zu einem zuvor festgelegten Preis gekauft werden.

Letztendlich entschied der Gemeinderat, die Verwaltung noch einmal alle Optionen prüfen zu lassen – also Leasing, Mietkauf und Kauf. Dann soll in einer späteren Sitzung entschieden werden.

Eigentlich sollte ein Kredit von rund 1,7 Millionen Euro aufgenommen werden, um in Kissing einen ausgeglichenen Haushalt in diesem Jahr herzustellen. Wie Kämmerer Metzger in der vergangenen Sitzung verkündete, kann nun aber doch darauf verzichtet werden. Die endgültige Sichtung der Zahlen ergab sogar, dass der Rücklage rund zwei Millionen Euro zugeführt werden können, eigentlich war eine Entnahme angesetzt. Laut Metzger hat die Gemeinde nun ca. 9,4 Millionen Euro auf der hohen Kante. Schulden hat die Gemeinde aber auch weiterhin – rund 11,5 Millionen Euro. Metzger betonte aber, dass das der niedrigste Schuldenstand seit 20 Jahren sei.

Reinhard Gürtner ist nun bereits seit ein paar Wochen im Amt, im vergangenen Gemeinderat mussten aber noch verschiedene organisatorische Punkte geklärt werden. Zunächst wurde Gürtner zum Standesbeamten bestellt. Er kann also nun die Eheschließungen in der Gemeinde vornehmen.

Des Weiteren wurde er vom Gemeinderat als Mitglied des Aufsichtsrats der Kreis-Wohnbau bestellt. Diese Position hatte auch sein Vorgänger Manfred Wolf ausgeübt. Zudem wurde Gürtner in mehrere Verbände wie den Abwasserverband Obere Paar und den Erholungsgebieteverein entsendet.

Gemeinderat Roland Nemetz (SPD) erkundigte sich erneut nach dem geplanten Spielplatz in dem Neubaugebiet Oberland. Er hatte schon in vergangenen Sitzungen bemängelt, dass das Projekt noch nicht in Angriff genommen worden sei. Amtsleiter Schatz erklärte erneut, dass es im Bauamt wegen gesundheitlicher Probleme personelle Engpässe gab.

Gemeinderätin Marion Lang (SPD) fragte nach den Bauvorhaben an der B2 auf der gegenüberliegenden Seite der Ran-Tankstelle. Dort ist bereits bei Grundstücken der Oberboden abgetragen worden. Schatz sagte, dass von den Bauwerbern noch keine Bauanträge vorlägen. (schr-)

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