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Ausstellung

14.06.2018

Anton Oberfrank hält der Politik den Spiegel vor

Renata Baumgärtner (rechts) begrüßte Anton Oberfrank in ihrem „Salon auf Zeit“.
Bild: Manfred Reichenbach

„Freizeitpark und Märchenschloss“ heißt die Ausstellung  im „Salon auf Zeit“ im alten Kinderheim in Friedberg. Wer kriegt sein Fett ab?

Frohgelaunt ging es bereits vor dem Eingang zum alten Kinderheim in der Herrgottsruhstraße 1 in Friedberg zu, als Renata Baumgärtner die Besucher trommelnd zur Retrospektive mit lokalpolitischen Karikaturen von Anton Oberfrank in ihren „Salon auf Zeit“ lockte.

Da fand sich unter den vielen interessierten Besuchern auch eine bunte Palette an Politprominenz aus Friedberg ein, um sich in der Ausstellung auf Spurensuche zu begeben. Ex-Bürgermeister Peter Bergmair, stellvertetender Landrat Manfred Losinger, Bürgermeister Richard Scharold und weitere Vertreter der Friedberger Stadtpolitik wie Claudia Eser-Schuberth, Marion Brülls, Rosemarie Krendlinger, Roland Fuchs und Wolfgang Rockelmann, sie alle fanden sich wieder auf den illustren und illustrierten Schauplätzen ihres jahrzehntelangen Wirkens.

„Das war schon eine besonders intensive Zeit“, erinnerte sich Bergmair, dessen Regierungsjahre als Bürgermeister weiten Raum in der Ausstellung einnehmen. Der Bogen reicht von der anfänglich einhelligen Begeisterung aller Lokalpolitiker zur gewagten Idee eines monströsen Freizeitparks am Friedberger Baggersee bis zur parteiübergreifenden Empörung angesichts der unseriösen Pläne zum hochmütigen „Turmbau zu Babel“. Intensives Betrachten der „unglaublich feinsinnigen wie scharfsinnigen Karikaturen“, wie es Werner Grabler formulierte, führte nicht selten zu der Erkenntnis, dass manche Problematik wie die Einrichtung einer Fußgängerzone in der Ludwigstraße auch nach zehn Jahren so aktuell wie eh und je ist.

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Nach vierhändig von Gudrun Steinheber und Josef Held gespielter „Musik aller Art“ am Klavier trug Renata Baumgärtner als Gastgeberin am Monochord, einem archaischen Musikinstrument griechischen Ursprungs, Lebensstationen des Zeichners in ungewöhnlich „gerappter“ Weise vor. Dazu ergänzte Anton Oberfrank einige Anekdoten und Episoden aus seinem Leben. „Anfangs in der K.-und-k.-Monarchie unter Bürgermeister Kling und Landrat Körner legte ich noch ganz ungeniert los“, erzählte Oberfrank in launigen Worten, „doch je näher ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Schulleiter die Protagonisten meiner Karikaturen persönlich kennenlernte, umso größer wurde meine Beißhemmung.“ Der Frohsinn der über 60 „Karikaturen mit viel Herz, Hirn und Humor“ übertrug sich dann spürbar auf die Besucher im „Salon auf Zeit“.

Termine

Die Ausstellung ist dienstags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr und am Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet; Finissage am Dienstag, 19. Juni, ab 19 Uhr.

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