1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Asylkreis bekommt Verstärkung

27.02.2015

Asylkreis bekommt Verstärkung

Die Finanzierung ist umstritten. Nachbarn sollen sich beteiligen

„Angespannt“ ist die Situation der ehrenamtlichen Helfer beim Asylkreis in Dasing. Die Arbeit nimmt stetig zu. Momentan leben 84 Asylbewerber in drei Unterkünften in der Gemeinde. 46 wohnen im ehemaligen Gasthaus Lechnerwirt in der Friedberger Straße. 22 Flüchtlinge sind in der Taitinger Straße und 16 in der Bahnhofstraße untergebracht. Jetzt soll eine Halbtagskraft eingestellt werden. Die Ratsmitglieder sind sauer, eine endgültige Lösung steht noch aus.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Nach langen Diskussionen beschloss der Gemeinderat mit großer Mehrheit, einen Mitarbeiter einzustellen, der sich halbtags um die Flüchtlinge kümmern soll. Die Anstellung soll befristet sein. Umstritten war im Gemeinderat die Finanzierung. Zunächst soll mit den Nachbarorten gesprochen werden. Ziel des Gremiums ist es, den Mitarbeiter bei der Verwaltungsgemeinschaft Dasing anzustellen. Da waren sich die Räte einig.

Bürgermeister Nagl fühlt sich im Stich gelassen

Asylkreis bekommt Verstärkung

Bürgermeister Erich Nagl (Freie Wähler) möchte aber alle Möglichkeiten ausschöpfen und wird sich erneut mit dem Landratsamt in Verbindung setzen. Das Gremium hofft, dass die Finanzierung übernommen wird. „Der Bezirk und der Landkreis müssen auch ihre Beiträge leisten“, sagte Leonhard Golling (CSU).

Nagl fühlt sich im Stich gelassen: „Einerseits möchte ich den Asylkreis unterstützen. Dennoch ist es eigentlich die Aufgabe der Wohlfahrtsverbände. Wir müssen ausbaden, was andere verbockt haben. Am Ende könnten wir auf den Kosten sitzen bleiben.“

Zweite Bürgermeisterin Anne Glas (Aktive) drängte auf schnelles Handeln: „Die ehrenamtlichen Helfer können es nicht mehr stemmen. Wir brauchen jemanden, der sich auskennt und schnell helfen kann.“ Eine Bewerbung soll laut Glas bereits vorliegen.

Falls die Verwaltungsgemeinschaft das Anliegen ablehnen sollte, wird Dasing den Mitarbeiter vorerst auf ein Jahr befristet auf eigene Kosten anstellen. (sry-)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren