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06.03.2009

Auf Wohnblock darf kein Penthouse drauf

Friedberg Der Wohnblock an der Friedberger Zeppelinstraße bleibt dreigeschossig und soll damit die benachbarten Bungalows nicht noch mehr überragen. Der Friedberger Planungsausschusses lehnte jetzt eine beantragte Aufstockung um ein Penthouse ab. In der Sitzungsvorlage wurde das Gebäude in dem Gebiet als ein "gewisser Fremdkörper" bezeichnet. Dieser soll nun nicht durch ein zusätzliches Stockwerk noch mehr auffallen.

Der Entscheidung ging eine ausführliche Diskussion voraus. Zweiter Bürgermeister Roland Fuchs verwies auf die Nachbarschaft mit lockerer Einfamilienhausbebauung im Osten und die Ketten-Bungalows im Westen. Wenn man bei dem Wohnblock eine Aufstockung erlauben würde, müsste man nach Ansicht von Fuchs diese Möglichkeit auch anderen eröffnen: "Dieses Fass möchte ich nicht aufmachen."

Auch CSU-Fraktionschef Thomas Kleist befürchtete Auswirkungen auf die benachbarten Bungalows, bei denen eine Aufstockung besonders problematisch wäre. Fraktionschef Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger/SPD) prophezeite ebenfalls Schwierigkeiten: "Man müsste dann über das gesamte Gebiet diskutieren." Johannes Hatzold (Freie Wähler) war auch die Außenwirkung aus der Ferne wichtig. Nach einer Aufstockung würde man das oberste Stockwerk von der Friedberger Au aus sehen, befürchtete Hatzold.

Ein "Rattenschwanz von Einwänden" erwartet

Auf Wohnblock darf kein Penthouse drauf

"Das Penthouse würde einen ganzen Rattenschwanz von Einwänden nach sich ziehen", war sich Georg Goldstein ( CSU) sicher. Letztlich lehnte eine klare Ausschussmehrheit die Aufstockung ab.

Hingegen hätten Claudia Eser-Schuberth (Grüne) und Leonhard Büchler (CSU) nichts gegen eine Baugenehmigung einzuwenden gehabt. "Es kann nur besser werden", meinte Claudia Eser-Schuberth über das ihrer Ansicht nach hässliche Gebäude. Sie sah aufgrund der unterschiedlichen Bautypen in der Nachbarschaft keinen Sinnzusammenhang mit dem Wohnblock. Auch in anderen Vierteln habe die Stadt eine starke Mischung von unterschiedlichen Bauhöhen zugelassen. Leonhard Büchler hätte den Riegel des Wohnblocks ebenfalls relativ isoliert betrachtet.

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