1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Auf anderen Pfaden zur Entlastung

08.01.2015

Auf anderen Pfaden zur Entlastung

Mehr Verkehr soll über die Kreisstraße AIC 25 zur Autobahn rollen. So will Bürgermeister Roaldn Eichmann die Anwohner der B 300 in Friedberg entlasten.

Statt der Nordumfahrung setzt der Bürgermeister auf ein anderes Projekt

Die Chancen für den Bau der umstrittenen Friedberger Nordumfahrung stehen schlecht. Das hat, wie berichtet, der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange (CSU) den Kommunalpolitikern aus dem Wittelsbacher Land bereits deutlich gemacht. Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) will darum auf andere Weise für eine Entlastung der Anwohner entlang der B300 sorgen: durch einen vierspurigen Ausbau der Friedberger Westumfahrung, die zur Bundesstraße aufgestuft werden soll.

Voraussichtlich im Herbst beschließt der Bundestag die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans, der die Weichen für die großen Straßenbauprojekte in den nächsten 15 bis 20 Jahren stellt. Für den vordringlichen Bedarf hat die bayerische Staatsregierung auch die Friedberger Nordumfahrung angemeldet – zusammen mit 364 weiteren Vorhaben aus dem ganzen Freistaat. Viel zu viele, wie Verkehrsexperte Lange feststellte. Projekte wie die Verlegung der B300, die langwierige Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen dürften und keine Aussicht auf schnelle Verwirklichung haben, müssen hinten anstehen.

Noch im Bürgermeisterwahlkampf vor einem Jahr hatte Roland Eichmann die Nordumfahrung durchaus als Option gesehen. „Die Intensität des Eingriffs ist mir bewusst. Aber wenn es keine Entlastung auf andere Weise gibt, dann muss diese Straße kommen“, sagte er im März 2014 unserer Zeitung: „Wer aufgibt, hat schon verloren.“ Eichmann lag damit auf einer Linie mit seiner Partei. „An einer Nordumgehung führt kein Weg vorbei“, betonte damals Vize-Landrat Peter Feile (SPD).

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Inzwischen sieht Eichmann deutlich bessere Chancen für eine andere Lösung: die Übernahme der als Kreisstraße AIC25 gebauten Westumgehung vom Schwabhof bis zur Autobahn durch den Bund und den anschließenden vierspurigen Ausbau. Auch dieses Projekt hat Bayern für den Bundesverkehrswegeplan unter dem Stichwort „B2, Osttangente Augsburg“ angemeldet. Es beinhaltet nicht nur den Abschnitt bis zum Schwabhof, sondern auch die Umgehung von Kissing und die Fortführung über den Lech nach Westen zur B17 bei Oberottmarshausen.

„Da haben wir bessere Erfolgsaussichten als für die Nordumgehung“, sagte Eichmann unserer Zeitung. Er verstehe nicht, warum darüber so lange nicht mehr diskutiert worden sei. Er hat inzwischen Kontakt mit den Abgeordneten und den Behörden aufgenommen. „Ich spüre Unterstützung“, berichtete er. Allerdings dürfte sich nach seiner Einschätzung auch dieses Projekt nicht kurzfristig verwirklichen lassen. Er rechnet mit einer Übernahme in die Baulast des Bundes und den Ausbau in mehreren Schritten. „Wir müssen Druck machen“, kündigt Eichmann an.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Mer_Ortszentrum007.tif
Bürgerzentrum in Mering

Die Meringer Schlossmühle ist verkauft

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden