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Totopokal

07.08.2018

„Auf das Spiel hat keiner so richtig Bock!“

Will im Pokal etwas experimentieren: Merings Trainer Gerhard Kitzler, der wenig Lust auf die Partie in Ichenhausen verspürt.
Bild: Hochgemuth

Drei Tage nach der Niederlage im Punktspiel muss der Landesligist SV Mering wieder zum SC Ichenhausen fahren.

Die Stimmung beim Landesligisten Mering ist derzeit nicht die beste – kein Wunder nach fünf Niederlagen hintereinander. Und auch die erste Runde des Toto-Pokals auf bayerischer Ebene trägt nicht dazu bei, die Mienen der Spieler und Verantwortlichen entscheidend aufzuhellen. Denn statt eines lukrativen Gegners aus der Bayern- oder Regionalliga wurde den Meringern ein Team aus der Landesliga Südwest zugelost: der SC Ichenhausen. Also genau bei der Mannschaft, bei der man erst am vergangenen Sonntag mit 0:3 verloren hat, muss die Truppe von Trainer Gerhard Kitzler am Mittwoch um 18.30 Uhr schon wieder antreten.

„Dieses Pokallos passt irgendwie zu unserer momentanen Situation“, meinte Merings Trainer Gerhard Kitzler, der auch unumwunden zugab, dass dieser Pokalauftritt zur Unzeit kommt. „Es hat grad keiner so richtig Bock auf dieses Spiel, es will keiner da schon wieder hinfahren - aber was soll’s, wir müssen uns der Aufgabe stellen“, so der 62-Jährige.

Der hat auch angekündigt, dass er im Pokal „etwas probieren, ein bisschen experimentieren“ wolle. Mering hat derzeit eine ganze Reihe von Ausfällen zu beklagen: Stefan Wiedemann ist auf Hochzeitsreise, ob Adrian Wolf nach einer Gehirnerschütterung wieder spielen kann, ist auch unsicher, Daniel Zweckbronner kann derzeit kaum trainieren, Andreas Rucht ist nach wie vor verletzt und auch einige andere Spieler stehen aus den verschiedensten Gründen nicht zur Verfügung. So legen die Meringer verständlicherweise nicht ihr Hauptaugenmerk auf dieses Pokalspiel. „Schade, denn im Pokal könnten ja auch attraktive Gegner locken, aber unsere Konzentration gilt der Punktrunde und wir schauen schon mehr auf das Punktspiel am Samstag gegen Aystetten“, meinte Kitzler.

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Auch Merings Präsident Georg Resch war alles andere als erbaut, als nach der Auslosung der Gegner feststand. „Ich habe eine E-Mail an den BFV, den Bayerischen Fußball-Verband, geschrieben, in der ich meinen Unmut zum Ausdruck gebracht habe“, so Resch.

Wenn schon Landesligaduelle möglich seien, dann „hätte man ja einen Blick in den Terminkalender werfen können, um zu vermeiden, dass man innerhalb von drei Tagen zweimal gegen die gleiche Mannschaft spielen muss“, schimpfte Resch. „Man hätte das durchaus charmanter lösen können. Vielleicht indem man die beiden Mannschaften, die am Sonntag zuvor im Punktspiel aufeinander treffen, bei der Auslosung setzt“, sagte der MSV-Präsident, der die Partie dann wenigstens noch von Dienstag auf Mittwoch verlegen konnte. „Ich frage mich sowieso, wieso die Pokalspiele vom Verband auf den Dienstag und nicht generell auf den Mittwoch angesetzt wurden“, meinte Resch weiter.

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