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Engagement in Friedberg

18.02.2018

Aufbauhilfe für Tansania

Rainer Lojewski engagiert sich ehrenamtlich in Ostafrika. Das Kinderheim für Aids-Waisen ist ein wichtiges Projekt der Schwesternschaft Ushirika wa Neema.
Bild: Rainer Lojewski

Rainer Lojewski aus Friedberg engagiert sich für den Konvent der Schwesternschaft der Diakonissen am Fuß des Kilimandscharo. Gerade wurde dort ein neues Projekt verwirklicht

Das Publikum im Gemeindesaal „Der Gute Hirte“ in Friedberg war sich einig: „Was für ein faszinierendes Land und was für ein tolles Engagement“, hieß es am Ende des Vortrags, zu dem Rainer Lojewski eingeladen hatte. Der Friedberger berichtete von einem Kinderheim in Tansania, das auch von der evangelischen Gemeinde unterstützt wird, und vermittelte den Besuchern bewegende Eindrücke von einem wichtigen Projekt in einem schönen Land und von lohnenswerter Arbeit.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Diakonissen-Schwesternschaft Ushirika wa Neema – Gemeinschaft der Gnade – in Tansania, die 1979 von Augsburg aus gegründet wurde. In seiner Funktion als Verwaltungsdirektor der evangelischen Diakonissenanstalt Augsburg war Rainer Lojewski auch für die Schwesternschaft verantwortlich. Inzwischen ist er im Ruhestand, aber der Konvent und die Arbeit der Schwestern sind ihm so ans Herz gewachsen, dass er sich dort weiterhin engagiert. Ebenso auch Alfred Blumenfelder, der ehemalige Technische Leiter Evangelischen Diakonissenanstalt und nun auch im Ruhestand. Im Auftrag der Einrichtung sind die beiden ehrenamtlich in Tansania im Einsatz.

Gemeinsam berichteten sie im Vortrag von ihrem letzten Besuch im Jahr 2017. Das Gelände des Konvents liegt unmittelbar zu Füßen des Kilimandscharo und zeugt von üppiger Vegetation. Das Land ist fruchtbar, allerdings ist die Wasser- und Stromversorgung durchaus problematisch. Für die Schwesternschaft ist der Einsatz von Alfred Blumenfelder ein Segen, denn er hat maßgeblich die technische Ausstattung einschließlich der Brunnen mit der kompletten Wasserversorgung in Ushirika wa Neema aufgebaut.

Ein großartiges Projekt, das auch von Friedberg aus viel Unterstützung erfährt, ist das Kinderheim für Aids-Waisen. Die evangelischen Schwestern nehmen hier Kleinkinder auf, deren Eltern an Aids erkrankt oder bereits gestorben sind, und schenken ihnen Geborgenheit. Derzeit werden dort 48 Kinder intensiv versorgt, sie sind zwischen sechs Wochen und sechs Jahre alt. Der Kreativkreis der evangelischen Kirchengemeinde in Friedberg unterstützt das Kinderheim seit vielen Jahren finanziell, ebenso gibt es viele private Einzelspenden aus der Stadt. So konnte beispielsweise auch eine Waschmaschinenaktion realisiert werden, die vieles erleichtert. Bis 2010 wurden Wäsche und Windeln immer noch von Hand gewaschen.

Für das Kinderheim sind die Spenden von großer Bedeutung, denn „es gibt keine staatliche Unterstützung, nur Auflagen“, berichtet Rainer Lojewski. Die Versorgung ist mit eigenem Farmland gesichert, das ebenfalls aus Spendengeldern finanziert werden konnte. Gemüseanbau, Ziegenhaltung und mehr können dank einer Fotovoltaikanlage autark betrieben werden, die Wasserversorgung gewährleistet auch hier ein Brunnen. „Regenerative Energien sind wichtig, aber auch Ideen braucht man dort“, erklärt .

Auf dem Gelände des Konvents feierte man Ende 2017 den Spatenstich für einen neuen Gästetrakt mit sechs Einzelhäusern. „Bei unserem letzten Besuch wurde das Baufeld vermessen, Pläne wurden erstellt, die Finanzierung gesichert, Spatenstich und Baubeginn erfolgten – alles innerhalb von einer Woche“, brachte Rainer Lojewski die Besucher zum Staunen. Wer hierzulande schon einmal gebaut hat, weiß diese unfassbare Geschwindigkeit zu schätzen. Die Unterstützung der Friedberger kommt dem Projekt trotzdem sehr zugute. Das Gästehaus trägt dazu bei, das Land aufzubauen. „Es lohnt sich, die Arbeit dort zu machen“, weiß Lojewski aus langer Erfahrung.

Noch dieses Jahr sollen Gäste in den neuen Häusern wohnen können. Touristen haben damit die Möglichkeit, die geschützte Geborgenheit des Konvents zu genießen und vom zentral gelegenen Kalali aus Ausflüge zu unternehmen. Eine ideale Möglichkeit, um dieses wunderschöne Land und seine überaus offenen Menschen kennenzulernen. Etwa 30 Euro wird die Übernachtung mit Halbpension pro Person dort kosten. Ende Oktober veranstaltet Rainer Lojewski zudem eine Gruppenreise nach Tansania. Ein einziger (Damen)-Platz ist noch frei. Wer Interesse hat, kann sie sich telefonisch unter 0821/663713 melden.

Spenden Finanzielle Hilfe für den Konvent ist möglich über das Konto der Evangelischen Diakonissenanstalt, IBAN DE69 7205 0000 0000 3613 37, bei der Stadtsparkasse Augsburg, Verwendungszweck: Spende Tanzania.

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