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Affing

26.12.2010

Augsburg-Neuburg: Historie zur Umfahrung

Das hohe Verkehrsaufkommen auf der Staatsstraße 2035 (Augsburg - Neuburg) durch die Ortsteile Affing, Aulzhausen, Bergen und Mühlhausen ist seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner der Affinger Kommunalpolitik.

Nordumfahrung Im März 2007 legt sich der Affinger Rat (15:5) auf die vom Straßenbauamt favorisierte Trasse B für die Nordumfahrung fest. Gegen die Stimmen der Gemeinderäte aus den Ortsteilen Anwalting und Gebenhofen setzt der Rat einen Schlusspunkt unter eine jahrelange Diskussion.

Westumfahrung Gleichzeitig entschied sich das Gremium in dieser Sitzung damals auch für die Planung einer Westumfahrung von Mühlhausen. Die Kommune will die Staatsstraße als Sonderbaulastträger (mit 75 Prozent Zuschuss) selbst bauen. Im Juni 2007 fällt der Gemeinderat Affing dann einen Mehrheitsbeschluss zur Mühlhausener Westumfahrung.

Varianten Westumfahrung Von insgesamt sechs geprüften Varianten fielen vier durch, nur die Varianten "E" und "F" konnten bestehen. Die weiter ausholende "E-Variante", die von Anwalting aus den Campingplatz Ludwigshof im Westen fast tangiert und erst am Flughafen in die Staatsstraße 2035 mündet, verläuft zum Teil auf Hoheitsgebiet der Stadt Augsburg.

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Augsburg Der Augsburger Stadtrat verwirft unter Bürgermeister Paul Wengert wenige Monate nach der Affinger Entscheidung im Juni 2007 das Ansinnen. Auch "F" verschwindet im Papierkorb, denn sie hätte wertvolle Biotopflächen gefährdet. Dadurch wird "E" zur allein möglichen Trasse und der Augsburger Stadtrat - dieses Mal unter Oberbürgermeister Kurt Gribl - stimmt der Variante im März 2009 zu.

Gutachten 2009 forderte Affing ein Verkehrsgutachten von Professor Kurtschak an. Der bestätigt, dass die Nord- und die Westumfahrung für sich verkehrlich wirksam seien. Damit wären die Trassen juristisch weniger anfechtbar.

Proteste In Gebenhofen und Anwalting besteht starker Widerstand gegen die Nordumfahrung und eine Bürgerinitiative setzt sich zur Wehr. Im Sommer hat sich aber auch eine BI für den Bau der Umgehung aus Bürgern der betroffenen Ortsteile (Affing, Aulzhausen) gegründet. Der Vorentwurf für die Nordumfahrung liegt bei der Regierung von Schwaben. Bei einer eventuellen Genehmigung der Planung im nächsten Jahr gehen bislang alle Beteiligten von einer Klage von betroffenen Grundstücksbesitzern aus. Bei der Westumfahrung von Mühlhausen ging die Kommune bisher von einer schnelleren Umsetzung aus. Der Grund für die Trasse auch auf Augsburger Flur ist erworben, Ausgleichsflächen sind gesichert. Doch jetzt hakt das Projekt, weil sich Augsburg querlegt.

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