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Friedberg

29.06.2020

BC Rinnenthal wird von Einbrechern heimgesucht

Trotz Videoüberwachung wird das Vereinsheim des BC Rinnenthal immer wieder Opfer von Einbrechern.
Bild: Michael Postl

Plus Das BCR-Heim am Ortsrand von Rinnenthal ist ein beliebtes Ziel von Dieben – obwohl es dort nichts zu holen gibt. Vorstand und Polizei überlegen, was man tun könnte.

Vereinsheime werden immer wieder Opfer von Einbrüchen. Zuletzt traf es den BC Rinnenthal, und das bereits das dritte Mal binnen eines Jahres. Und wieder einmal war der Sachschaden deutlich höher als der Wert der Beute. „Die stehlen manchmal nur ein paar Euro, 20, vielleicht 30“, sagt Christian Treffler sichtlich genervt.

Verschwunden sind im aktuellen Fall Wertsachen und Bargeld in zweistelligem Wert; der Sachschaden dagegen beträgt 2500 Euro. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Treffler wurden Scheiben, Schlösser, Gitter und ein Getränkeautomat beschädigt. Die Versicherung zahle nicht immer, sagt er weiter. „Als vor knapp einer Woche der bislang letzte Einbruch stattfand, war noch nicht klar, ob sie den Schaden vom Einbruch 2019 ersetzt.“

Damals wurde ein Fenster aufgehebelt, jedoch nichts gestohlen. Die Polizei ging davon aus, dass der Täter kein Deutsch verstand, da die Rinnenthaler damals einen Hinweiszettel angebracht hatten. Darauf war zu lesen, dass im Sportheim nichts zu holen sei. Nachdem der Täter im Vereinsheim selbst nichts hatte erbeuten können, wuchtete er den Getränkeautomaten auf und stahl das Kleingeld.

Der Klub tut, was er kann, um das Vereinsheim in der Griesbachstraße unattraktiv für Einbrecher zu machen. „Wir nehmen unsere Kassen mit, haben den Getränkeautomaten entfernt und denken über Gitter an den Fenstern nach“, sagt Treffler.

Warum lockt das Gebäude in Friedberg-Rinnenthal Einbrecher an?

Eines lässt sich aber nicht ändern, nämlich der Standort. Wie die Polizei weiß, sind besonders dunkle abgelegene Orte wie Industriegebiete und eben Sportheime ein beliebtes Ziel von Einbrechern. „Die Diebe sind selten auf Konfrontation aus“, sagt Alexander Wagenpfeil. „Sie bevorzugen deshalb Orte, wo sie ungestört sind.“

Der Friedberger Polizeidienststellenleiter empfiehlt, einfache technische Sicherungen an Türen anzubringen. Denn die Erfahrung zeige, dass die wenigsten Einbrecher gut ausgerüstete Profis sind, sondern Gelegenheitstäter, die oft schon durch Sicherungen abgeschreckt werden. Auch eine längere „Arbeitszeit“ (sprich: wenn es aufwendiger ist, ein Schloss zu knacken) sei abschreckend. Die Polizei empfiehlt außerdem, Alarmanlagen einzubauen.

Auch der BCR denkt immer wieder über Maßnahmen nach, um die Zahl der Einbrüche zu minimieren. Viele Maßnahmen sind laut Treffler recht teuer. „Wir sorgen aber dafür, dass es bei uns einfach nichts zu holen gibt.“

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Auch die Gestaltung des Grundstücks kann laut Polizei Eindringlinge abhalten. So könne eine Mauer oder Hecke bereits eine erste Barriere bilden. Zudem sollten Gartentüren stets abgesperrt werden. Auch Licht wirke abschreckend. Einbruchgefährdete Bereiche sollten deshalb beleuchtet sein; auch Bewegungsmelder können hilfreich sein.

Auch zum eigenen Verhalten hat Wagenpfeil Tipps: „Fremde im Garten oder verdächtige Fahrzeuge sind zu beachten. Deren Aussehen beziehungsweise Kennzeichen können wichtige Informationen sein.“ Bei dringender Gefahr sei es zudem falsch, „den Helden zu spielen“. Wagenpfeil empfiehlt, die Polizei über den Notruf 110 zu kontaktieren und sich einem Einbrecher nicht entgegenzustellen.

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