Newsticker
Streit über Corona-Impfstoff: EU-Krisentreffen mit Astrazeneca findet nun doch statt

Prävention

22.09.2012

BOB bleibt trocken

2 Bilder

Ausstellung in der Friedberger Sparkasse zur Kampagne gegen Alkohol am Steuer: Wer trinkt, fährt nicht. Wer fährt, trinkt nicht. Das gilt nicht allein für Jugendliche

Friedberg Mit der neuen Ausstellung „BOB im Disco-Fieber“ in der Friedberger Stadtsparkasse sollen Jugendliche auf die Problematik des Fahrens unter Alkoholkonsum sensibilisiert werden. Eröffnet wurde die Ausstellung von Ernst Weber, dem Regionaldirektor der Stadtsparkasse. Weber betonte, dass er selbst dreifacher Vater sei und die Kampagne deshalb so wichtig finde.

Die Präventionskampagne geht auf das gleichnamige Pilotprojekt aus Aichach zurück, das dort im letzten Jahr durchgeführt wurde. „Nach der positiven Bilanz in Aichach wollten wir nun auch Friedberg für uns gewinnen“, meint Helmut Beck, der Zweiter Vorsitzender der Kreisverkehrswacht ist und das Projekt mit ins Leben gerufen hat. Das Ziel der Kampagne ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und das Verantwortungsbewusstsein der jungen Verkehrsteilnehmer zu stärken.

Auch der Friedberger Bürgermeister Peter Bergmair begrüßte die Kampagne bei der Ausstellungseröffnung in Friedberg. Laut Bergmair sind alle – unabhängig vom Alter – von der Aktion angesprochen, jeder will schließlich sicher ankommen. Er sei zudem dankbar für jeden Unfall, der vermieden werden kann.

Da Autofahrer im Alter von 18 bis 25 Jahren häufig an schweren Unfällen beteiligt sind, stellen diese die Zielgruppe dar. Besonders sogenannte „Discounfälle“ will die Initiative vermindern. Gemeint sind damit die Unfälle, die zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens passieren und bei denen häufig Alkohol im Spiel ist. Die Kampagne schlägt vor, dass innerhalb einer Gruppe, die feiern gehen will, vorab ein Fahrer ausgemacht wird. Dieser übernimmt am Abend die Verantwortung, verzichtet auf Alkohol und soll sich und seine Freunde sicher nach Hause bringen. Der jeweilige Fahrer wird als „BOB“ bezeichnet, dabei kann jeder BOB sein.

Knallgelber Schlüsselanhänger dient als Erkennungszeichen

Als Erkennungszeichen für den nüchternen Fahrer dient ein knallgelber Schlüsselanhänger aus Schaumstoff. Die Anhänger gibt es kostenlos in allen Filialen der Sparkasse. Wenn der Fahrer den Anhänger in Lokalitäten, die sich an dem Projekt beteiligen, vorzeigt, erhält er ein kostenloses bzw. preisreduziertes alkoholfreies Getränk. Die Art des Getränks ist dabei nicht festgelegt, sondern hängt stark vom Angebot des Betriebs ab. Teilnehmende Gaststätten erkennt man an einem blauen Aufkleber im jeweiligen Eingangsbereich mit dem Schriftzug „BOB-Lokal“. Bisher konnten die Organisatoren neben zahlreichen Kneipen und Gaststätten in Aichach auch das Ostwerk in Augsburg sowie die Friedberger Lokale Tropicana und Samok City für ihr Konzept begeistern. Mitinitiator Beck von der Kreisverkehrswacht hält eine enge Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband für gut möglich.

Bei der Kampagne gehe es aber nicht darum, Jugendliche vom Feiern abzuhalten, merkt Carin Bialas an, die ebenfalls der Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg angehört und mit für das Projekt verantwortlich ist. Vielmehr sollen junge Menschen die Risiken im Straßenverkehr wahrnehmen und „immer einen BOB finden“, damit künftig Unfälle unter Alkoholeinfluss vermieden werden können. Denn jeder Tote im Straßenverkehr ist einer zu viel, findet Bialas.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren