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Bahnhof Friedberg: Vom Zughalt zur Mobilitäts-Drehscheibe

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Kommentar Von Ute Krogull
09.08.2019

Die Stadt Friedberg hat viele Pläne für den Bahnhof. Wie könnte er in Zukunft aussehen?

Als am Pfingstsamstag des Jahres 1875 der erste Zug aus Augsburg in den Friedberger Bahnhof einfuhr, empfingen ihn eine Delegation des Magistrats, weitere Würdenträger und viele festlich gekleidete Bürger. Eine Blaskapelle spielte, die Bayernhymne wurde angestimmt. Das zeigt, wie wichtig die Bahnlinie für Friedberg war, das zuvor befürchtet hatte, abgehängt zu werden. Heute ist die Bahn Normalität - oder?

Wie wichtig sie für Tausende Menschen ist, fällt auf, wenn – wie kürzlich – reihenweise Züge ausfallen. Die Bahn ist fest verankert im Netzwerk des Öffentlichen Personen(nah)verkehrs. Zurzeit wird auf Bundesebene debattiert, ob man sie durch billigere Tickets beliebter machen kann. Dabei zählt viel mehr dazu, ÖPNV attraktiv zu gestalten, unter anderem gute Verzahnung von Bus und Bahn mit Individualverkehr.

Friedberg investiert in die Infrastruktur des Bahnhofs

Hier lässt sich auch auf lokaler Ebene viel vorantreiben. Die Stadt tut gut daran, die Infrastruktur am Bahnhof weiterzuentwickeln. Ob es allerdings klug ist, dabei ohne den Inhaber des Gebäudes zu planen, ist zu bezweifeln – auch wenn dieser für die Kommune unbequem ist.

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Blickt man in die Zukunft, kann der Friedberger Bahnhof eine Mobilitätsdrehscheibe sein mit Zug- und Busbahnhof, Radstation (die Stadt denkt sogar an Leihräder und eine Ladestation für E-Bikes), Carsharing, womöglich einem Tramanschluss. Der Süden der Stadt mit enormem Potenzial an Einwohnerwachstum wäre direkt angebunden, es gäbe genug Parkplätze und das Umfeld wäre hinreichend attraktiv (von Blumenkästen mag man gar nicht träumen). Das wäre ein moderner Ansatz, ÖPNV für eine Kleinstadt und ihr ländliches Umfeld attraktiver zu machen. Aber das Bahnhofsgebäude selber ragt wie eine rote Insel, die nicht zum Rest gehört, daraus hervor? Möglich – aber schade.

Lesen Sie den Bericht: Der Bahnhof ist saniert – und was passiert jetzt?

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