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Barrierefreiheit in Friedberg mit vielen Hindernissen

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Kommentar Von Thomas Goßner
12.06.2019

Das Thema Inklusion ist immer wieder Thema, die Umsetzung aber fällt schwer.

Friedberg tut sich schwer mit der Barrierefreiheit. Das beste Beispiel dafür ist der Umbau der stark befahrenen Kreuzung von Aichacher, Münchner und Ludwigstraße. Eineinhalb Jahre nach der von Lobeshymnen umwölkten Verkehrsfreigabe herrscht bei der Bevölkerung immer noch so große Unwissenheit über den Wirrwarr der weißen Pflasterlinien, dass allen Ernstes an eine Informationstafel gedacht ist, die zur Aufklärung der Passanten beitragen soll.

Das 200000-Euro-Projekt, mit dem Friedberg in den inklusiven Umbau der Innenstadt einsteigen wollte, ist und bleibt in Teilen Murks. Nicht viel besser wird es wohl beim Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Kreisel und Kriegerdenkmal. Mit einer Steigung von sechs Prozent liegt der neue Gehsteig an der Grenze dessen, was Rollstuhlfahrer selbst bewältigen können. Seit Jahren warten Menschen mit eingeschränkter Mobilität vergeblich darauf, dass ihnen der Zugang zum Marienplatz erleichtert wird. Dabei hat Bürgermeister Eichmann bereits im Herbst 2016 dem Inklusionsbeirat versprochen, sich für eine Lösung einzusetzen.

Monatelang waren im Winter die Behindertenparkplätze am Schloss schlecht erreichbar, obwohl man bei der Stadt von den Problemen mit den ferngesteuerten Pollern wusste. Und von der Teilhabe an den Sitzungen des Stadtrats ist eine ganze Bevölkerungsgruppe nahezu ausgeschlossen.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht Kreuzungsumbau: Schlechter Dienst an Behinderten

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