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Merching

17.04.2018

Bayermünchinger pflegen das Brauchtum

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3 Bilder
Der Christian Dreig´sang mit Siegfried "Siegi" Christian und seinen Töchtern Ursula und Doris ist seit Jahrzehnten dabei.
Bild: Martina Schneemayer

Beim Heimatabend in Merching sind die jüngsten Tänzerinnen drei Jahre alt. Verwirrspiel auf der Bühne.

Dorf-, Brauchtums- oder Volkstumsabend sind die unterschiedlichen Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache – den Heimatabend. Dabei sollen getanzte, gesungene oder gespielte volkskulturelle Aktivitäten präsentiert und bodenständiges Brauchtum vermittelt werden. Das hat sich der Heimat- und Trachtenverein Bayermünching Merching wieder zu Herzen genommen.

Ganz schnell vor Aufregung schlugen die Herzen der vier kleinsten Trachtler: Constantin (fünf Jahre), Marlene (vier Jahre), Theresa und Emma (beide drei Jahre). Für die Mädels war es der erste Auftritt. Constantin stand bereits zum zweiten Mal auf der Bühne. Die vier Kindergartenkinder waren beim Auftanz und dem schwarzen Peter dabei. Des Weiteren zeigte die Jugend den Heitauer Plattler und einen Klatschwalzer. Die Tänze wurden unter der Jugendleiterin Diana Pfaffl einstudiert. Gemeinsam mit den Aktiven präsentierte die Jugend den Reit im Winkl und den Männerplattler Ladenzua. Die Aktiven führten noch das Birkenstoana Glöckerl und zum Höhepunkt des Heimatabends den Volkstanz Blumenreigen vor.

Den Abend eröffnete der Vorsitzende Max Rohrmair. Durch das Programm führte die altbewährte Ansagerin Doris Christian. Es spielte die Scheuringer Trachtenkapelle umrahmend sowie begleitend zu den Tänzen und Plattlern der Jugend und Aktiven.

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„Beim Wort do’ spuit a’ Musi“ sang unter anderem die Familie Christian in der Formation Christian Dreig’sang und bewies, dass die Bayermünchinger auch musikalisch etwas zu bieten haben. Seit Jahrzehnten mit an Board ist der Christian Dreig’sang, bestehend aus Siegfried „Siegi“ Christian und seinen Töchtern Ursula und Doris.

Das junge Duo Katharina Gaigl und Lana Rohrmair spielte mit Hackbrett und Harfe einen Walzer sowie ein Tanzlied und gaben erstmals lustige G’stanzl zum Besten. Die Hartwalder Stubenmusi mit Michael Rohrmair, Martina Fritsche, Christian und Sonja Weber hatten einige Landler und einen Wlazer im Repertoire. Unter anderen den Timple-Boarischen von den Zillertaler Schürzenjäger spielten die Beidlbuam, darunter Michael Rohrmair, Florian Zeneli und Florian Glaser jeweils auf der Ziach in Begleitung von Patrick Gaigl mit Trommel oder Löffeln.

Freunde der bayerischen Mundart und des Laientheaters kamen mit dem Einakter „Teufel an der Wand“ von Ridi Walfried nicht zu kurz. Die alleinstehende Huberbäuerin (alias Diana Pfaffl) war auf ihrem einsamen Gehöft, als im Radio die Warnung vor einem Raubmörderpärchen gesendet wurde. Die hatten es besonders auf abgelegene Höfe abgesehen, um diese auszuspionieren und dann auszurauben. Kurz darauf bekam sie Besuch von einer neuen Dirn namens Nanni Hofer, gespielt von Anna Lacher aus Scheuring, und ihrem Vater Sepp Hofer (Matthias Rohrmair). Beide verhielten sich äußerst merkwürdig, aufdringlich und schienen sich sehr genau über den Hof zu informieren. Schließlich beschlich die Huberbäuerin das Gefühl, dass es sich bei den beiden um die gesuchten Verbrecher handle und zog beiden einen Holzschlägel über. Als beide bewusstlos am Boden lagen, kam im Radio die Nachricht von der Täterfassung. Zu guter Letzt klärte sich die Situation. Der Sepp war auf der Suche nach einer neuen Ehefrau, die auch im Geschäft anpacken kann, und die Tochter wollte den Hof mit ihrem Verlobten übernehmen. Diana Pfaffl übernahm abermals die Regie und Nadine Endraß den Part der Souffleuse.

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