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Fußball-Nachlese

05.09.2017

„Bei uns hebt keiner ab!“

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Allen Grund, seiner Mannschaft zu applaudieren, hat Merings Teammanager und Co-Trainer Christian Cappek. Der MSV gewann auch in Ichenhausen mit 1:0 und ist nach dem zehnten Spieltag nun Tabellenführer der Landesliga Südwest.
Bild: Kolbert

Auch nach dem Sprung an die Spitze ist man in Mering bescheiden. Stätzling setzt Abwärtstrend fort. In der Kreisklasse sind Friedberg und Dasing vorne. Viele Tore in den B-Klassen.

Der SV Mering steht nach zehn Spieltagen da, wo man ihn eigentlich nicht unbedingt erwarten durfte: an der Tabellenspitze der Landesliga Südwest. Die Meringer eroberten die Tabellenführung mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Sieg beim SC Ichenhausen und doch klingen die Töne aus der Paar-Gemeinde nach wie vor bescheiden. „Wir können sagen, dass wir eine sehr gute Mannschaft in dieser Liga haben, da brauchen wir mit 22 Punkten nicht um den heißen Brei herumzureden. Aber das Wort Aufstieg nimmt bei uns deswegen keiner in den Mund, da denken wir noch gar nicht einmal dran“, versicherte Teammanager und Co-Trainer Christian Cappek. Natürlich wolle man so lange wie möglich oben dabei bleiben, zunächst konzentriere man sich auf die verbleibende Zeit bis zur Winterpause. „Momentan macht es einfach unfassbar viel Spaß, wenn man sieht, wie sich die Mannschaft reinhängt, wie sich die Jungs zerreißen – aber wir denken weiter nur von Spiel zu Spiel“, so Cappek. Man müsse auch sehen, wo man herkomme. „Bei uns dreht keiner durch, bei uns hebt keiner ab, wir bleiben schön am Boden“, betonte der 27-Jährige, der in der vergangenen Woche das Training des MSV geleitet hatte. Cappek bezeichnete den Sieg als verdient: „Wir hatten die klareren Chancen und natürlich auch mit Adrian Wolf einen sehr guten Torhüter, der ein paarmal überragend gehalten hat.“

Gänzlich anders ist die Gemütslage beim FC Stätzling nach der bitteren 0:2-Niederlage in Raisting. „Solche Spiele tun richtig weh“, meinte denn auch ein enttäuschter Trainer Alex Bartl. Der musste aber auch zugeben, dass die Leistung – zumindest in der ersten Halbzeit – nicht die war, die er sich vorgestellt hatte. „In der ersten Halbzeit war es kein gutes Spiel von uns, so kann man in der Landesliga nicht bestehen, das war einfach zu wenig“, schimpfte er. Nach der Pause wären ein paar Chancen da gewesen, doch man scheiterte wieder an der Abschlussschwäche. Und auch die spielentscheidenden Kleinigkeiten lagen aufseiten der Hausherren – wie beim abgefälschten Schuss, der zum 1:0 für Raisting hinter Torwart Julian Baumann einschlug. „Da kommt alles zusammen – aber jetzt weiß auch der Letzte, dass es für uns nur um den Klassenerhalt geht. Wir müssen weiter kämpfen und alles geben“, forderte Bartl.

Beim Kissinger SC hätte es fast zum nächsten Sieg in der Bezirksliga Süd gereicht – aber eben nur fast. Ein Handelfmeter in der dritten Minute der Nachspielzeit entriss der TSV Bobingen dem KSC die sicher geglaubten Punkte – Cemal Mutlu traf vom Punkt zum 2:2-Endstand. Zudem sah Kissings Angelo Cena noch Rot wegen absichtlichen Handspiels. „Das war in meinen Augen eine Fehlentscheidung, er wehrte den Ball mit der Schulter ab – und der Schiedsrichter hat es nicht gesehen und der Linienrichter, der das Handspiel angezeigt hat, konnte es eigentlich nicht sehen“, sagte Trainer David Bulik. Der meinte auch, dass man den Sieg hergeschenkt hatte. „Wir hätten nach dem 2:0 und dem 2:1 bei zwei, drei tausendprozentigen Chancen den Sack zumachen müssen“, so der Coach. Dennoch sieht der KSC-Trainer sein Team auf dem richtigen weg. „Wir stehen sehr gut da, was ich doch ein bisschen überrascht hat“, meinte Bulik.

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Etwas überrascht war man auch beim BC Rinnenthal in der Kreisliga Ost über die Spielabsage seitens des TSV Pöttmes. „So schlecht sah’s am Sonntag ja nicht aus. Ich für meinen Teil hätte gerne gespielt, weil ich kein Freund von Nachholspielen bin“, erklärte BCR-Trainer Vincent Aumiller. Nachholtermin ist der 31. Oktober. Da dürfte es beim BCR personell zwar besser aussehen als zuletzt, aber „da dürfte bei Pöttmes auch Sebastian Kinzel wieder fit sein“, so Aumiller.

Sein Kollege Christian Jauernig vom FC Stätzling II trauerte dagegen den vielen verpassten Chancen beim 0:1 in Alsmoos nach. „Wenn du fünf hundertprozentige Dinger allein vor dem Tor nicht reinmachst, kannst du kein Spiel gewinnen“, analysierte der Coach, der sich darüber ärgerte, dass viel mehr drin gewesen wäre. „Wir haben eigentlich ein richtig gutes Spiel gemacht und den SSV-Torjäger Stefan Simonovic voll im Griff gehabt“, so Jauernig.

Was vergebene Chancen betrifft, so wurde auch Damir Mackovic, der Interimscoach des TSV Friedberg, auf eine harte Geduldsprobe gestellt. „Ich bin gefühlt ein paar Jahre älter geworden“, meinte er nach dem 2:0-Sieg des TSV gegen Klingen. „Ich bin schon ein bisschen stolz auf die Truppe, denn sie hat sehr geduldig gespielt und ist nicht hektisch geworden“, lobte Mackovic die Seinen, die viele dicke Chancen und auch einen Elfmeter vergaben. Der Trainer bewies auch ein gutes Händchen beim Wechseln: Er brachte Valentin Enderle und der brach mit dem 1:0 den Bann. Der TSV ist nun Tabellenführer der Kreisklasse Aichach, punktgleich mit drei weiteren Teams – darunter dem TSV Dasing. Die Schmid-Truppe stürzte den bisherigen Spitzenreiter Inchenhofen durch einen knappen, aber verdienten 3:2-Sieg. Dagegen wartet der SV Ried nach dem 1:2 in Aresing weiter auf das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison. In der Augsburger Gruppe musste auch Kissing II (wie die Kissinger Erste“) erfahren, dass Pfersee derzeit bärenstark ist – man verlor mit 1:3. Und Ottmaring bewies Moral, als man bei Türkspor Augsburg II aus einem 0:2 noch ein 2:2 machte.

Derbyzeit war in der A-Klasse Aichach angesagt, die Sportfreunde Friedberg empfingen den SV Wulfertshausen. Zwar gingen die Friedberger in Führung, die Punkte aber nahm der SVW mit einem 2:1 mit. Der Kreisklassenabsteiger steht damit punktgleich mit Weilach an der Spitze, die Sportfreunde mussten dagegen die zweite Niederlage in Folge einstecken. Langsam in Fahrt scheint der Favorit aus Bachern zu kommen, das 5:0 gegen die SG Mauerbach war ein Fingerzeig der Elf von Trainer Anil Zambak.

Wer viele Tore sehen wollte, der war am Wochenende in den B-Klassen bestens aufgehoben. In der Gruppe Aichach 1 fertigte Mühlhausen den TSV Rehling II mit 7:2 ab, in der Gruppe Aichach 2 feierte der TSV Friedberg II einen 9:2-Kantersieg gegen Klingen II. Beide Teams hatten eines gemeinsam: einen vierfachen Torschützen. Für Mühlhausen war dies Spielertrainer Michael Geib, beim TSV II hieß der Goalgetter Aivars Ugarenko, der dann auch noch bei der Friedberger „Ersten“ auf der Bank saß.

Und in der Gruppe Südost bleibt der SC Eurasburg die Mannschaft der Stunde. Fünftes Spiel, fünfter Sieg – diesmal 5:0 gegen Spartak Augsburg. Nicht zu bremsen ist Florian Pinter, der mit einem Dreierpack seine Saisonausbeute auf nunmehr 13 Tore hochschraubte.

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