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Kissing

01.07.2020

Bei welchen Projekten muss Kissing wegen Corona sparen?

Kissing befürchtet, dass aufgrund der Corona-Krise Einnahmen wegfallen werden.
Bild: Daniel Reinhardt, dpa (Symbolbild)

Plus Kissing will aufgrund der Corona-Krise Anschaffungen und Projekte verschieben. Das ist im Gemeinderat umstritten.

Auch die Gemeinde Kissing rechnet aufgrund der Corona-Krise mit massiven Einnahmeausfällen. Der Hauptausschuss hatte deshalb bereits eine Liste verabschiedet, die vorsieht, eine Reihe von Anschaffungen und Projekten zu verschieben. Die Grünen sprechen sich allerdings dagegen aus. Sie sehen darin Einsparungen, die in ihren Augen ein falsches Signal darstellen.

Im Gemeinderat wurde nun erneut über die Liste diskutiert. Marion Lang von der SPD sagte: „Die Gemeinde sollte keine wichtigen Investitionen verschieben.“ Als Beispiel nannte sie unter anderem die Sanierung der Duschen in der Mehrzweckhalle der Schule.

Hauptausschuss in Kissing einigt sich auf Liste

Bürgermeister Reinhard Gürtner verwies darauf, dass sich der Hauptausschuss bereits auf eine Liste geeinigt hatte. „Sollen wir die nun wieder aufmachen?“, fragte er in Richtung von Lang. Auch Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU sagte: „Ich bin jetzt total überrascht. Ihre Fraktion hat doch im Ausschuss dafür gestimmt.“ Sein Fraktionssprecher Michael Eder erklärte: „Wir haben hier eine Prioritätenliste. Wir sparen nichts ein.“

 

Simon Pflanz von den Grünen bekräftigte: „Wir lehnen diese Streichliste ab.“ Er verwies auf das Konjunkturprogramm des Bundes, mit dem auch die Kommunen unterstützt werden sollen. „Bei Handwerkerleistungen spart man nicht, wenn man sie schiebt, sie werden von Jahr zu Jahr teurer“, sagte er.

Ausgaben in Kissing sollen bis Ende Oktober zurückgestellt werden

Gürtner erklärte, dass die Ausgaben nur bis Ende Oktober zurückgestellt werden sollen. Lang kritisierte, dass in der Beschlussvorlage von einer „Liste von Einsparungen“ die Rede gewesen sei. Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass Wort Einsparungen durch Rückstellungen zu ersetzen. Am Ende stimmte die Mehrheit für die Liste. Die Grünen sowie Marion Lang und Andreas Santa von der SPD lehnten sie ab.

Sie umfasst nun insgesamt einen Betrag von rund 1,3 Millionen Euro. Bei der Paartalhallenerweiterung sollen beispielsweise die Bürobelüftung und der Bau einer Treppenabsperrung erst einmal nicht vorangetrieben werden. Vor der Paartalhalle wird die Sanierung der Tartanbahn noch nicht angegangen.

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