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21.04.2008

Beim BCR wird die Lage langsam richtig brisant

Die Fußball-Saison biegt langsam auf die Zielgerade ein - und je näher das Ende kommt, umso brisanter geht es erfahrungsgemäß oben und unten zu.

Für den BC Rinnenthal spitzt sich die Lage in der Bezirksliga Nord immer mehr zu - nach dem 0:2 bei der DJK Langenmosen hat die Truppe von Trainer Frank Mazur nur mehr zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Was fast noch mehr schmerzt als die Niederlage ist die Tatsache, dass mit Thomas Bradl und Stefan Hackl zwei Stützen des Teams verletzt ausscheiden mussten. "Die Personaldecke wird dünner, ich hoffe, dass Pascal Brunnenmeier und Stefan Holland bald wieder einsatzbereit sind", meinte Trainer Mazur. Der Knackpunkt des Spiels war für den BCR-Coach die Gelb-Rote Karte für Martin Seidl nach 55 Minuten. "Bis dahin waren wir spielbestimmend und ich denke, zu elft hätten wir einen Punkt mitgenommen", ärgerte sich Frank Mazur.

Ein ganz kleines bisschen enttäuscht war auch Merings Trainer Wolfgang Missenhardt nach dem Spitzenspiel der Bezirksliga Süd. Seine Mannschaft hatte dem Spitzenreiter TSV Mindelheim ein 1:1 abgetrotzt, dabei wäre an diesem Tag auch ein Meringer Sieg durchaus drin gewesen. "Wir hatten nach dem 1:0 einige dicke Konterchancen und machen das Ding halt nicht, und so kommen die Mindelheimer halt noch kurz vor Schluss zum Ausgleich", erläuterte Missenhardt, der gleichwohl das Remis als "insgesamt gesehen gerecht" bezeichnete. Nur eines beschäftigte den Meringer Coach: "Warum zeigen wir nicht jede Woche so viel Einsatz und Engagement", fragte er sich. Ein Lob hatte Missenhardt für Keeper Andreas Auer parat. "Der Andi hat letzte Woche viel Kritik einstecken müssen und hat diesmal überragend gehalten", so der Trainer. Aber eines stieß dem MSV-Coach auch so richtig sauer auf: Die Zuschauer-Kritik an Bujar Bitic, dem jungen Nachwuchsspieler. "Es ist für mich völlig unverständlich, dass ein junger Spieler - noch dazu einer aus der eigenen Jugend -, der seine Sache so gut macht, so kritisiert wird", schimpfte Missenhardt.

Kritik mussten auch die Akteure des TSV Friedberg nach dem mageren 0:0 gegen den SVO Germaringen einstecken - doch die war offenbar berechtigt. Von einem "Frühjahrsmüdigkeits-Spiel" sprach Abteilungsleiter Thomas Kleist, von einer "schwachen Partie" Trainer Werner Heiß. "Wir sind eine halbe Stunde lang gar nicht ins Spiel gekommen. Dann hatten wir unsere Chancen und haben sie nicht genutzt, und in den letzten fünf Minuten hätten wir das Spiel auch noch verlieren können", so Heiß. Einerseits war der Friedberger Trainer erfreut darüber, dass sein Team zu ersten Mal in diesem Jahr "zu null" gespielt hatte, andererseits war es "auch das zweite Spiel hintereinander, in dem wir kein Tor geschossen haben", sinnierte Heiß. Nun hofft er, dass sich das Team im Nachholspiel am Mittwoch gegen Egg wieder auf alte Stärken besinnt.

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In der Kreisliga Augsburg war es nicht der Tag der Landkreisteams. Kissings Trainer Andreas Spöttl war nach dem 2:5 in Anhausen ziemlich "angefressen", zumal der KSC einige umstrittene Entscheidungen hinnehmen musste. Zum Relegationsplatz sind's nur mehr drei Punkte, was indes für Kissing spricht, ist die Tatsache, dass man erst die wenigsten Spiele aller Teams absolviert hat. Fritz Sedl, der Abteilungsleiter der Sportfreunde Friedberg, nahm das magere 1:1 gegen Conca d'Oro mit Humor. "Wir kommen mit denen einfach nicht zurecht. Menschlich schon, aber eben fußballerisch nicht", so Sedl. Ob's daran lag, dass der neue Trainer, Peter Baum, zugeschaut hat? "Ich denke nicht", so Sedl, der auch einräumte, dass sich die abstiegsbedrohten Italiener den Punkt redlich verdient hatten.

Seit bei den Spielern des FC Stätzling der Aufstieg "offiziell" kein Thema mehr ist, seitdem läuft es wieder beim Team von Jürgen Haller. Eine Woche nach dem Sieg in Hilgertshausen setzte sich der FCS auch gegen Thierhaupten mit 3:1 durch und ist nun wieder Zweiter der Kreisliga Ost.

Zweiter, das wäre eine Platzierung, mit der Alex Dürr, der Coach des TSV Dasing, am Ende der Saison in der Kreisklasse Aichach wohl nicht zufrieden wäre. "Ich will direkt nach oben, für eine Relegation habe ich keine Zeit, weil ich da schon Urlaub gebucht habe", meinte der Ex-Profi schmunzelnd. Dürr selbst schoss die Seinen mit seinem "fünften oder sechsten" Doppelpack zum 2:0-Sieg gegen Gundelsdorf. Zweimal traf er per Elfmeter, die Gundelsdorfer verwerteten beim Stand von 0:0 ihren Strafstoß nicht. "Nach einem 0:1 wäre es für uns viel schwerer geworden", so Dürr.

In der Kreisklasse Augsburg-Mitte zweifelt niemand mehr daran, dass der Titel zwischen Stadtwerke und dem SV Wulfertshausen ausgespielt wird. Nur im Moment scheint so keiner den ersten Platz zu wollen - am Wochenende spielten beide Spitzenteams unentschieden. Der SVW verspielte dabei ein 2:0 gegen den FC Stätzling II. "Wir konnten nach dem schweren Spiel am Donnerstag in Mering in der letzten Viertelstunde einfach nicht mehr zulegen", meinte SVW-Trainer Siggi Hilz.

Ein "Donnerwetter zur Pause" von Trainer Andy Völk war nötig, um die Fußballer des SV Ried "aufzuwecken". Dann lief es gegen Mladost und aus einem 0:2 machten die Rieder einen 6:3-Sieg. Der SVR bleibt auf Platz drei der A-Klasse Augsburg 2. Platz zwei scheint zu weit weg. Der TSV Königsbrunn hat sechs Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger absolviert.

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