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Konzert in Mering 

10.11.2015

Bekanntes und Unbekanntes von Mozart

Shantala Vallentin (links) und Carolina Nees begeisterten das Publikum mit Sonaten und Arien von Wolfgang Amadeus Mozart.
Bild: Heike Scherer

Duo Papagena und Wolfgang Löscher beim Kulturherbst

Einen herausragenden Musikabend genossen die Besucher des dritten und letzten Konzertes im Rahmen des Meringer Kulturherbstes. Gerne wären den Musikern mehr Zuhörer vergönnt gewesen, aber die Anwesenden zeigten ihre Begeisterung mit anhaltendem Beifall. Zum Erfolg trug der vor Kurzem zurückgetretene Kulturbeauftragte Merings, Wolfgang Löscher, mit gekonnter Moderation und Geschichten um den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart bei.

Vor drei Jahren gründeten die Musikerinnen Shantala Vallentin und Carolina Nees das Duo Papagena und begeisterten mit der Aufführung von Mozarts Zauberflöte. Im letzten Kulturherbst zeigten sie die Premiere ihrer Inszenierung von Igor Strawinskys Feuervogel und geben jährlich 70 Aufführungen in Schulen, Kindergärten und kleinen Theatern. Pfarrerin Carola Wagner freute sich, die talentierten Frauen zum letzten Konzert des Meringer Kulturherbstes unter dem Titel „Mensch … Mozart!“ in der St.-Johannes-Kirche begrüßen zu können.

In der Bearbeitung für Flöte und Oboe boten sie von Mozarts Violinsonate C-Dur KV 378 das Allegro moderato. Shantala Vallentin spielte auf der Querflöte, Carolina Nees übernahm die Oboe. Hoch konzentriert präsentierten sie später vier Sätze aus der überaus schwierigen Violinsonate A-Dur KV 379 in Bearbeitung für Flöte und Oboe, in der die Instrumente viele schnelle Läufe und sauber spielen mussten.

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Das Geheimnis der Mozartkugel enthüllt

Am 27. Jänner 1756 wurde Mozart auf den Namen Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus getauft, später änderte er den letzten griechischen Namen in Amadeus ab, erzählte Löscher. Schon im Augsburger Intelligenzzettel vom 15. Dezember 1763 wurde auf die große Begabung von Mozart und seiner fünf Jahre älteren Schwester hingewiesen. Mannhaft spiele der sechsjährige Knabe Sinfonien und Arien, las Löscher daraus vor. Er zeigte auch historische Bilder von Mozarts Bäsle und dem Komponisten Antonio Salieri, mit dem Mozart im Gegensatz zum Film „Amadeus“ ein gutes Verhältnis pflegte. Mit Christoph Teichner am Cembalo, Christian Nees am Kontrabass und Christiane Friedrich an der Violine ließen Shantala Vallentin und Carolina Nees das Allegro spirituoso aus Saieris Konzert in C-Dur in der Kirche erklingen. Nicht nur einen Brief an sein Augsburger Bäsle, sondern auch das Geheimnis um die Zusammensetzung der Mozartkugel verriet Löscher und verteilte einige an die Zuhörer.

Die Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Schönheit von Mozarts Kompositionen zeigte das Duo Papagena an drei Arien aus der „Entführung aus dem Serail“ (KV 384). Wolfgang Amadeus Mozart war ein frommer Mensch, für den der Tod nichts Schreckliches, sondern etwas Beruhigendes war, erfuhren die Besucher und hörten zum Abschluss eines unterhaltsamen Musikabends das Adagio und Rondo für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Violoncello, KV 617. Anstelle der Glasharmonika übernahm Christoph Teichner die führende Rolle auf der Orgel.

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