1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Bekommt der Ortskern ein Gemeinschaftshaus?

23.05.2009

Bekommt der Ortskern ein Gemeinschaftshaus?

Affing (mgw) - Was wird aus dem Ortskern in Affing? Seit dem 12. März 2006 lässt der Affinger Gemeinderat ganz bewusst die Finger von den Planungen über dieses - in Mehrfachbedeutung - ausbaufähige Ensemble. Damals klopfte die Bürgerschaft der Großgemeinde in einem Bürgerentscheid ihren Ratsmitgliedern gehörig auf die Finger und lehnte das bereits beschlossene Feuerwehrhaus auf dem Gelände des 1B mit großer Mehrheit ab.

Der größte Teil des Schlossplatzes, der Westflügel der alten Schlossökonomie, gehört zum Besitz von Marian von Gravenreuth. Herrliche böhmische Gewölbe im Erdgeschoss, Platz im Obergeschoss laden ein, etwas daraus zu machen. Allein: Der Komplex steht mehr als zur Hälfte leer. Kein Wunder, dass auch Marian von Gravenreuth Interesse daran hat, das Potenzial seiner Immobilie auszuschöpfen.

Historisch wertvolle Gebäude erhalten

Er war einer von nur rund 20 Bürgern, die sich an der jüngsten Phase des "moderierten Planungsprozesses" am 28. März in Affing beteiligten. Gemeinderat Markus Winklhofer war auch dabei und berichtete seinen Kollegen von den Fortschritten im Planungsprozess. "Es muss sich um ein wichtiges Thema handeln, wenn sich so viele Zuschauer zur Gemeinderatssitzung einfinden", bemerkte er sarkastisch, blickte aber wohlwollend auf drei Mitglieder der Katholischen Landjugend (KLJB) Affing.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Seit dem Seminar in Thierhaupten im Dezember 2007, dem Infoabend im Dezember 2008 und der Fragebogenaktion zeigte sich die KLJB noch als eine der treibenden Kräfte im ansonsten eher antriebslosen Affing. Entsprechend heftig waren die Kommentare der Gemeinderäte: "Wir müssen einen Profi engagieren, sonst laufen wir immer weiter im Kreis und das Interesse der Bürger lässt immer weiter nach", brachte es Stefan Matzka auf den Punkt.

"Die Findung war mühsam. Jetzt wissen wir, was der Bürger will. Jetzt muss es konkret werden", forderte auch Erich Menhart. "Der Bürger will die historisch wertvollen Gebäude erhalten, aber einer sinnvollen Nutzung zuführen", formulierte Winklhofer. Konkret: Der Anbau der alten Schule ist nicht historisch: Er soll abgerissen werden. Als "realistische Nutzungsmöglichkeiten" für das 1B hatten die Bürger Folgendes angeregt: Ein Bürgerhaus mit einem Café als Generationentreff, einer Bücherei und einem Sitzungssaal für die Gemeinderäte.

Vorschlag: Im Schloss ein Café mit Außennutzung

Außerdem müsse ein Baufachmann klären, ob diese Vorhaben über eine Sanierung zu realisieren seien oder ob ein Neubau zweckmäßiger sei. Auch beim Westflügel der Schlossökonomie findet sich ein "Café mit Außennutzung" in den Vorschlägen.

Darüber hinaus dachten die Bürger über betreutes Wohnen nach, über Tagespflege und wieder über einen Sitzungssaal im Gewölbe. Auch solle geklärt werden, ob ein überregionales Museum Platz fände oder ob sogar eine gewerbliche Nutzung möglich wäre.

Der Gemeinderat akzeptierte einen Vorschlag von Josef Engelschalk und beauftragte den Bürgermeister, einen "kompetenten Mann" zu finden, der die Anregungen der Bürger in konkrete Planungsvorschläge umsetzt.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20herbstdas.tif
Konzert

Reise in die Stummfilmzeit

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen