Newsticker

Spanien verhängt erneut Notstand und Ausgangssperre
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Bester Sound für den Badanger

Open Air

08.07.2011

Bester Sound für den Badanger

Ganze Plakatwände beklebt haben die vielen Helfer von PaarKult, die damit Werbung für das Söllner-Festival machen. Dessen Erlös wiederum kommt der „Target“-Organisation von Rüdiger Nehberg zugute. Mit dabei auch Karin Paulus (Künstlerin links), die das Logo des Festivals, den Schmetterling, auf große Leinwände sprüht.
5 Bilder
Ganze Plakatwände beklebt haben die vielen Helfer von PaarKult, die damit Werbung für das Söllner-Festival machen. Dessen Erlös wiederum kommt der „Target“-Organisation von Rüdiger Nehberg zugute. Mit dabei auch Karin Paulus (Künstlerin links), die das Logo des Festivals, den Schmetterling, auf große Leinwände sprüht.
Bild: Fotos: Peter Holthaus

Die Meringer Festival-Macher können auf Technik und Personal des Münchener Kulturreferats zurückgreifen. Am 23. Juli kommt auch das Ehepaar Nehberg an die Paar

Mering Es wird ein „absoluter Kracher“, das Open-Air-Festival mit Hans Söllner am 23. Juli auf dem neu gestalteten Badanger in Mering. Dessen sind sich Michael Wiegel und Günter Wurm sicher. Die beiden Hauptorganisatoren haben inzwischen die sichere Zusage, erstklassige Licht- und Soundtechnik aus der Landeshauptstadt München nach Mering zu bekommen – mit Personal. Und die Bühne ist 18 Meter breit. „So etwas hat es hier noch nicht gegeben. Wir wollen schließlich das Beste für alle Beteiligten herausholen“, so Wiegel.

Jahrzehntelang arbeitete er auf Augenhöhe mit Martin Werhahn, Chef der Abteilung Technik des Kulturreferats der Landeshauptstadt zusammen, der Events wie den Theatron-Musiksommer im Olympiapark, Stadtteilfeste und vieles andere zu betreuen hat. Erstmals werde so eine erstklassige Anlage außerhalb des Bereichs des MVV aufgebaut – der gute Zweck sei es schließlich wert. Geschulte Licht- und Tontechniker und professionelle Bühnenbauer können bei ihrer Arbeit beobachtet werden, interessant für die Mitglieder des Meringer Jugendparlaments. „Die dürfen hospitieren, haben aber auch das Catering für die Technikertruppe und die Musiker übernommen“, weiß Wiegel. Der Aufwand kommt auch Meringern zugute, die am Festival nicht interessiert sind. „Die Beschallung durch die Boxen ist so ausgerichtet und konzentriert, dass die Nachbarn möglichst wenig mitkriegen.“ Eigens ausgesteuert werden auch schon die Vorbands. „Vor 3000 Leuten hat Inspired noch nie gespielt. Und auch nicht auf einer Bühne, auf der man sich selber im Monitor sieht“, flachst Wiegel. Er weiß aus seiner Zeit als Organisator in München, dass Nachwuchsbands solche Gelegenheiten äußerst selten erhalten und nur allzu gerne bereit sind, ohne Gage aufzutreten. „Wenn die Bands Spaß haben, dann schwappt das oft auch auf die Zuschauer über.“

Vom Festival hätten am Schluss alle etwas: „Das Badanger-Gelände wird mit einem Kracher eröffnet; Mering wird in weiteren Kreisen bekannt; den Musikbands bieten wir etwas und es springt etwas heraus für den guten Zweck.“ Der Vorverkauf laufe übrigens prächtig – und hartgesottenen Open-Air-Fans könne schlechtes Wetter nichts anhaben. Die Veranstaltungsfläche sei ja eigens so angelegt, dass das Wasser wegzieht. „Die ist auch groß genug“, ist sich Wiegel sicher.

Nasrin Khochsima als Moderatorin

Apropos Sicherheit: Weitere Besprechungen mit Polizei, Bauhof und Verwaltung haben stattgefunden, die Parkplatzareale (Pkw und Radl!) wurden festgelegt und eigene Shuttlebus-Linien festgelegt (Bericht folgt). Und es gibt mit der Persierin Nasrin Khochsima eine exzellente Moderatorin (www.nasrinmusic.de).

Und noch ein Highlight haben die PaarKult-Macher zu bieten: Weltumsegler, Abenteurer und „Target“-Gründer Rüdiger Nehberg hat zusammen mit seiner Frau Annette sein Kommen in Mering zugesagt. Der Hamburger werde wohl mit einem Stand über seine Hilfsorganisation vertreten sein – „außer er erhält ausgerechnet Ende Juli vom Kalifen die Möglichkeit, in Mekka tätig zu werden“, meint Wurm. Nehberg hatte bei seinem Vortrag in Augsburg erzählt, wie weit er in seinem Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung gekommen ist. Diese barbarische Methode afrikanischer Frauen, vorgenommen mit primitivsten Mitteln an vielen ihrer Töchter, wurde vom ägyptischen Großmufti inzwischen verurteilt und vom sunnitischen Rechtsgelehrten und Publizisten Yusuf Abdallah al-Qaradawi als „Teufelswerk“ bezeichnet. Nehberg möchte das auf einem Riesentransparent in Mekka jedem Gläubigen dort unübersehbar vor Augen führen.

Der Erlös des Meringer Open Airs soll der Grundstock werden für den Ausbau eines Kinderkrankenhauses mit Geburtshilfestation und Ärzteunterkunft in der Danakil-Wüste in Äthiopien.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren