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Mering

15.07.2010

Bienen in voller Aktion

Für Interessierte gewährte Imker Gerhard Beier hier Einblicke in sein Bienenvolk. Foto: Grüne Mering
Bild: Grüne Mering

Schwitzt die Biene? Schläft die Biene? Und was isst die Biene eigentlich? Diese und noch mehr Fragen beantwortete Fachmann Gerhard Beier beim Aktionstag in Mering.

Hautnah erlebten die zahlreichen Besucher des Aktionstages die Bienen in Aktion. Dazu hatten Gerhard Beier (Imker aus Mering) und Klaus Becker (Kreisvorsitzender der Grünen) sowie der Bund Naturschutz eingeladen.

Die Familie Beier betreibt die Imkerei seit 1948 in den Meringer Lechauen. In seiner sehr engagierten und kompetenten Art zeigte Gerhard Beier das Leben der Honigbienen an anschaulichen Beispielen. Er spannte den Bogen über das Entstehen des Volkes und das Schwärmen im Frühjahr. Jede Biene hat im Volk ihre eigene Funktion. Beier sagte, dass die Wissenschaft sich früher nicht vorstellen konnte, dass ein so gut durchorganisiertes Volk von einer Königin und nicht von einer männlichen Biene geführt wird. Jede Bienenart bekommt die Ernährung je nach ihrer Funktion. Die Bienenkönigin erhält das Gelée Royal, das besonders hochwertig ist.

Der Höhepunkt war dann das Öffnen eines Arbeitsvolkes. Zuerst zündete Beier sich seinen Smoker zur Raucherzeugung an und stülpte sich den Kopfschutz auf.

Bienen in voller Aktion

Im Jahr nur etwa 20 Stiche

Der Imker berichtete, dass die Bienen sehr friedlich sind, er hat auch im Jahr nur etwa 20 Stiche, obwohl er jeden Tag mit den Bienen arbeitet. Er schützt nur noch den Kopf, da Stiche dort besonders schmerzhaft sind. Die Zuschauer, darunter auch einige Kinder, kamen ohne Stiche davon.

Das geöffnete Volk verhielt sich vollkommen friedlich. Die Mittelwabe des Volkes konnte bewundert werden und wie dort die Bienen die einzelnen Zellen gefüllt hatten. Pro Wabe können etwa 1,5 Kilogramm Honig erzeugt werden.

Das zunehmende Fehlen der Spätblüher habe direkte Konsequenzen für das Überleben der Bienen. Durch Pestizide und Ausnützen der kompletten Anbauflächen sind "grüne Wiesen" entstanden, die keine Nahrung für die Bienen und andere Insektenarten anbieten. Gerhard Beier forderte Klaus Becker auf, sich dafür einzusetzen, dass ein Prozent der Anbauflächen für Spätblüher zu reservieren sind. Klaus Becker will sich dafür einzusetzen und lobte die Blumenwiesenaktion des Imkervereins Mering.

Jede Person kann etwas tun und Blumenwiesen anpflanzen. Die Imker verwenden dazu eine spezifische Blumenmischung, die Tübinger Mischung. (FA)

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