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Aichach-Friedberg

17.09.2019

Biergärten: Wirte haben alle Hände voll zu tun

Landhausbräu Koller in Hergertswiesen ist bei den Gästen beliebt. Viele besuchen den Biergarten wegen des selbst gebrauten Biers. Doch auch die Brotzeiten kommen gut an. Die Saison lief gut.
Bild: Leah Rehklau

Ob Kussmühle und Linde in Friedberg, Koller in Hergertswiesen oder Badanger in Mering: Biergärten blicken auf eine gute Saison zurück. Was lief am Besten?

Noch genießen alle den Altweibersommer, gerade am Wochenende waren viele Biergärten zum Endspurt voll. Doch langsam wird es kühl draußen und man verbringt seine Abende lieber drinnen. Die Biergartenzeit neigt sich dem Ende zu. Sie lief dieses Jahr dank des guten Wetters hervorragend.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Angelika Indich, Wirtin der Kussmühle in Friedberg. Sie kann sich nicht beklagen, denn die Saison lief gut – läuft sogar immer noch. Etwa 200 Plätze hat ihr Biergarten – und die waren bei schönem Wetter auch immer voll besetzt. Die Standardgetränke wie Hugo, Radler und Apfelschorle stehen natürlich auch hier auf der Karte. Für die warme Jahreszeit gab es aber etwas Besonderes: Holunderschorle und Minz-Verbenen-Schorle, die bei den Gästen auch immer noch sehr gut ankommen.

Zu den beliebtesten Sommer-Speisen gehörten dieses Mal ganz klassisch die Sulz und der Wurstsalat, doch auch die warmen Mahlzeiten gingen dieses Jahr immer besser, erzählt Indich. Besonders für ihre hausgemachten Pommes sei die Kussmühle bekannt. Geöffnet hat der Biergarten das ganze Jahr über, es stehen immer vier bis acht Tische im Freien, an die man sich selbstverständlich gerne setzen darf.

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Im Biergarten der Linde in Friedberg finden 120 Gäste Platz

Auch Carmen Tomasini, Betreiberin der Friedberger Linde, kann sich nicht beklagen. Sie bezeichnet die Saison als „kurz aber heftig“. Rund 120 Gäste konnten in dort bei schönem Wetter sowohl kalte als auch warme Küche genießen. Besonders Salat und andere fleischlose Gerichte seien dieses Jahr beliebt gewesen, so die Wirtin.

Bei den kleineren Gästen sei nach wie vor das Kinder-Schnitzel der Renner – natürlich mit einem Eis als Nachspeise. Mitte September wird der hintere Teil des Biergartens abgebaut, doch es bleiben noch genug Tische für diejenigen stehen, die den Spätsommer noch draußen genießen wollen. 2018 hätten sogar bis Mitte November noch Leute dort gesessen und die Sonnenstrahlen genossen, erzählt Tomasini.

Landhausbräu Koller in Hergertswiesen setzt auf Kultur

Unter dem Motto „Kultur im Biergarten“ gab es im Landhausbräu Koller jeden Donnerstagabend Live-Musik zu hören. Dazu dann ein selbst gebrautes naturtrübes Bier und der Kunde ist wunschlos glücklich. Der bayrisch-regionale Biergarten bietet Sitzmöglichkeiten für knapp 300 Gäste und ist immer noch gut besucht. Anfang April seien sie startbereit gewesen, erzählt Betreiber Ludwig Koller, und bis Mitte Oktober halte das auch noch an, dann wird nämlich von der Vollbestuhlung in die Zwischenbestuhlung gewechselt. Auch er ist zufrieden mit der diesjährigen Saison, er verwendet die Bezeichnungen „ausgeglichen“ und „positiv“. Und auch das Wetter habe meistens mitgespielt.

Am Badanger in Mering darf man selber Essen mitbringen

Einen „historischen“ Biergarten findet man in Mering. Am Badanger hat man die Möglichkeit – ganz nach den Gesetzen des König Max – seine eigene Brotzeit mitzubringen. Getränke gibt es vor Ort. Und sollte man keine Zeit haben, ein Essen vorzubereiten, gibt es auch dort etwas zu kaufen: Die Klassiker wie Wurstsalate, Romadur oder Currywurst. Betreiber Axel Resch findet, sein Original-Biergarten sei immer wieder „eine schöne, nette Geschichte“.

Das besonders bei Radfahrern beliebte Ausflugsziel hat jedes Jahr von Mitte Juli bis Anfang September geöffnet. Und dass der Biergarten auch 2020 wieder betrieben wird, habe Resch schon mit Merings Bürgermeister abgeklärt.

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