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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland
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23.03.2009

Bild der Friedhöfe wandelt sich

Friedberg (scha) - Auch in Friedberg wird sich das Bild der Friedhöfe wandeln, weil der Trend immer mehr hin zur Urnenbestattung geht. Stadtwerkeleiter Holger Grünaug berichtete, dass dies in Norddeutschland mittlerweile die übliche Bestattungsform sei. Und in Augsburg komme man mit dem Bau von Urnenwänden nicht mehr hinterher. "Ob diese Wände der Weisheit letzter Schluss sind, wage ich zu bezweifeln", meinte Stadtrat Jakob Eichele (Freie Wähler) in der Sitzung des Friedberger Werkausschusses.

Freie Doppelgräber nutzen

Dort war man sich einig, zumindest vorerst auf den Bau weiterer Urnenwände zu verzichten. Statt dessen setzt man jetzt darauf, auch frei werdende ehemalige Doppelgräber für Urnen-Erdbestattungen zu nutzen. Wobei Bürgermeister Dr. Peter Bergmair betonte, dass dies nur ein Angebot, aber nicht etwa eine Vorschrift sei.

Schützenswerte Kreuze erhalten

Ziel ist dabei auch, Lücken zu schließen. Wobei sich das Bild der Grabfelder durch die liegenden und kürzeren Grabplatten über den Urnen verändern wird. Ein vollständiger Lückenschluss durch Urnenbestattungen sei schon rein statistisch kaum möglich, sagte Stadtwerkeleiter Grünaug voraus. Verbleibende Lücken sollen außerdem begrünt werden. Wichtig war es dem Werkausschuss, dass alte schützenswerte Grabsteine und -kreuze erhalten werden. "Auch Friedberg bräuchte eine Friedhofskultur", sagte dazu Dr. Siegbert Mersdorf (Parteifreie Bürger). Die Regelungen sollen nicht nur bei Herrgottsruh, sondern auch auf den Friedhöfen in den Stadtteilen gelten. In nicht öffentlicher Sitzung ging es noch um die künftigen Gebühren im Friedhofsbereich. Turnusgemäß steht ab Anfang 2010 eine Neukalkulation an. Der Werkausschuss beauftragte die Stadtwerke, zwei Berechnungsmodelle vorzulegen.

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